Gefahren: BMW M760Li

Mit Zwölf auf Wolke Sieben

| Autor: sp-x

610 PS, 800 Nm Drehmoment und 305 km/h Spitze sind die beeindruckenden Daten des stärksten BMW 7ers aller Zeiten.
610 PS, 800 Nm Drehmoment und 305 km/h Spitze sind die beeindruckenden Daten des stärksten BMW 7ers aller Zeiten. (Bild: BMW)

Gewöhnlich hört man eine Zwölfzylinder-Luxuslimousine nicht, wenn sie um den Häuserblock biegt. Allenfalls ein dezentes Rauschen ist zu vernehmen. Die Zeiten ändern sich, zumindest bei BMW. Der M760Li x-Drive röhrt bisweilen wie ein Sportwagen und macht unmissverständlich klar: Hier kommt etwas Besonderes.

Nun, schon ein Dutzend Zylinder unter der Haube sind außergewöhnlich. Nur wenige Hersteller gönnen sich den „König des Motorenbaus“ noch, bestimmt für betuchte Kunden, denen es mehr auf Prestige und Status ankommt als auf PS oder gar Verbrauch. Sie leben vor allem in Amerika und Asien. Und dürften sich vermutlich wundern über die seltsame Bezeichnung am Kofferraumdeckel des neuen Siebener-Flaggschiffs. Was macht der Buchstabe M dort? Und warum plötzlich x-Drive? Das gab es doch bislang beim Zwölfzylinder gar nicht.

Die Antwort: Erstmals in der Geschichte des Siebeners hat sich die Performance-Tochter M GmbH des Flaggschiffs der Marke angenommen. Herausgekommen ist ein rollender Superlativ. Die Zwölfzylinder-Limousine markiert das oberste Ende des Produktportfolios. Nie zuvor gab es einen stärkeren BMW. 610 PS und 800 Newtonmeter an Drehmoment dürften den vorläufigen, nein vermutlich den endgültigen Schlusspunkt im bayerischen Motorenbau setzen.

Die Kraft reicht aus, um den 2,2 Tonnen schweren Luxusliner in nur 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h zu katapultieren. Das ist bestes Porsche-Niveau. „Kein Wettbewerber spurtet schneller los“, sagt der Chef der M GmbH, Frank van Meel. Nicht einmal ein leistungsstärkerer Mercedes-AMG S65 kann hier mithalben. Der Schwaben-Limousine fehlt der Allradantrieb.

Kein M7 geplant

BMW setzt seit einigen Jahren zwischen einem reinen M-Modell und dem jeweils stärksten Modell der Kernmarke eine Art Brückenglied. Beim Fünfer ist dies zum Beispiel der M550i unterhalb des M5. Beide gehen noch dieses Jahr in den Markt. Beim Siebener jedoch gibt es und wird es keinen M7 geben. „Unsere Kunden würden die dann doch sehr sportliche Positionierung des Fahrzeugs vermutlich nicht gutheißen“, sagt Timo Resch, Leiter Produktmanagement für die großen Baureihen bei BMW. Folglich ist der M760Li x-Drive das Spitzenmodell der Baureihe und wird ausschließlich mit langem Radstand und Allradantrieb angeboten.

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