Gefahren: Honda Civic – Arbeit am Detail

Autor / Redakteur: sp-x / Jens Rehberg

Die neue Generation des Honda Civic sieht dem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich, hat aber einen wichtigen Kritikpunkt ausgemerzt.

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Der neue Civic: Spaceship reloaded.
Der neue Civic: Spaceship reloaded.
( Honda )

Mit nunmehr neun Modellgenerationen gehört der Honda Civic zu den ewigen Angeboten in der Kompaktklasse. Da kann man die auf den ersten Blick geringen Änderungen bei der neuesten Auflage durchaus als Festhalten an Bewährtem verstehen. Im Detail hat sich der Japaner aber durchaus deutlich verändert und verbessert. Anfang 2012 steht er zu Preisen ab 16.950 Euro beim Händler.

Die nun vor der Ablösung stehende Generation des Civic war 2006 ein veritabler Schocker. Auch wenn schon bald ein Facelift Teile des Ufo-haften Auftritts entschärften, sticht die konsequente Keilform mit der kurzen Motorhaube, der schrägen Frontscheibe und dem spoilerbewährten Heck aus der Masse der häufig eher uniförmigen Konkurrenz heraus.

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Für den neunten Civic musste da gar nicht viel geändert werden, um die Design-Sonderstellung zu halten. Die Dachlinie verläuft nun noch etwas flacher, breite Kotflügel sorgen für mehr Präsenz und die Abrisskante am Heck ist etwas weniger prägnant ausgefallen. Letzteres kommt der Rundumsicht zugute – ein Kapitel, in dem der Honda mit seinen schrägen A-Säulen allerdings immer noch nicht wirklich reüssieren kann.

Das Raumangebot im zunächst nur als Fünftürer angebotenen Civic überzeugt aber erneut. Das ist vor allem ein Verdienst der clever konstruierten Rücksitzbank. Wie im Kino oder Theatersaal kann ihre Sitzfläche hochgeklappt werden, so dass im Fußraum Platz für sperriges Gepäck entsteht. Selbstverständlich lassen sich auch die Lehnen umlegen, was einen ebenen Laderaum schafft. Fahrer und Beifahrer genießen ein gutes Platzangebot, hinten kann es größer Gewachsenen unter dem abfallenden Dach jedoch etwas eng werden. Geschmackssache bleibt die Gestaltung des Innenraums; vor allem das Cockpit wirkt durch eine Hutze oberhalb des Instrumententrägers etwas zerklüftet. In dem Spalt findet sich der digitale Tacho, der Drehzahlmesser liegt hingegen wie gewohnt hinter dem Lenkrad und ist analog ausgeführt.

Neue Fahrwerkskonstruktion für mehr Komfort

Komfort sollte laut Entwicklungsplan zu den neuen Kerntugenden des Civic zählen. Die Ingenieure verbanden dazu unter anderem die Hinterachse durch hydraulische Lager mit der Karosserie, statt die hergebrachten Gummibuchsen zu verwenden. Das Ergebnis kann sich sehen und spüren lassen. Wo der Vorgänger Straßenunebenheiten noch harsch an die Passagiere weitergab, federt die neue Fahrwerkskonstruktion Unebenheiten so wirksam ab, dass nicht einmal übelste Schlaglöcher zum Gesäß des Fahrers durchdringen. Trotzdem bleibt die markentypische Agilität erhalten.

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