Gefahren: Hyundai i20 – kleiner Schönling

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Beeindruckend ist die Zahl der Assistenten und Elektronik-Features, die Hyundai in dieser Klasse anbietet. So gibt es einen Abstandstempomaten, der die Daten aus dem Navi nutzt, um zum Beispiel das Tempo vor Kurven automatisch zu reduzieren. Gleichzeitig bleibt das Auto bis 180 km/h automatisch in der Mitte der Fahrspur. Beim Spurwechsel hilft ein Totwinkelassistent, beim Ausparken ein Querverkehrswarner. Auf Wunsch parkt der i20 auch teilautonom ein.

Auch der aus den größeren Modellen bekannte 10,25-Zoll-Touchscreen ist ebenso erhältlich wie das gleich große, volldigitale Kombiinstrument. Für den Sound sorgt auf Wunsch ein Bose-System mit acht Lautsprechern.

Hyundai i20: Kleiner Schönling
Bildergalerie mit 12 Bildern

Der Konnektivitätsdienst „Bluelink“ bietet die Möglichkeit, verschiedene Fahrzeuginformationen vom Smartphone aus abzurufen und einige Funktionen sogar zu steuern. Erstmals können Fahrer bis zu zwei Hauptkonten und ein Gastkonto anlegen, mit denen sich individuelle Fahrzeugpräferenzen in der Cloud speichern und auch in anderen Hyundai-Fahrzeugen abrufen lassen. Praktisch ist zudem die „Letzte-Meile-Navigation“, die es dem Fahrer ermöglicht, ein nur zu Fuß erreichbares Ziel nach dem Abstellen des Autos mithilfe des Smartphones zu finden – die Navigationsdaten liefert das Auto.

Preise starten unter 14.000 Euro

Allerdings sind die meisten dieser Features nur in höheren Ausstattungsvarianten oder in einem Zusatzpaket enthalten. Man muss also durchaus gewillt sein, das nötige Kleingeld beim Händler zu lassen. Denn in Vollausstattung kommt der i20 mehr als doppelt so teuer wie das (inklusive 16 Prozent Mehrwertsteuer) 13.637,31 Euro teure Einstiegsmodell. Das macht im Übrigen seinem Namen „Pure“ alle Ehre und kommt ganz puristisch weder mit Radio noch mit Klimaanlage. Immerhin sind die Fensterheber vorn elektrisch, zudem sind ein Spurhalte-, ein Notbrems- und ein Lichtassistent verbaut.

Allerdings rechnet Hyundai beim Basismodell auch mit keiner großen Nachfrage. Nur fünf Prozent der i20-Verkäufe dürften nach Einschätzung der Verantwortlichen auf den „Pure“ entfallen. Knapp ein Drittel der Käufer wird sich wohl für die nächsthöhere Variante „Select“ entscheiden, die für mindestens 16.074,29 Euro zu haben ist und neben Klimaanlage und Digitalradio auch ein Lederlenkrad, beheizbare Außenspiegel und elektrische Fensterheber an Bord hat.

Mehr als die Hälfte der künftigen i20-Fahrer wird vermutlich mit der „Trend“-Ausstattung (ab 18.803,70 Euro) unterwegs sein. Sie bietet unter anderem das digitale Kombiinstrument, einen 8-Zoll-Infotainment-Touchscreen, Apple Carplay und Android Auto, eine Rückfahrkamera, eine Heizung für Vordersitze und Lenkrad sowie einen Spurfolgeassistenten und einen autonomen Notbremsassistenten, der nicht nur Fußgänger, sondern auch Radfahrer erkennt.

Beim Top-Modell „Prime“ (ab 21.728,07 Euro) rechnet Hyundai mit einem Käuferanteil von 15 Prozent. An Bord sind unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, ein Smart-Key-System, eine Einparkhilfe vorn, beheizte Rücksitze und eine Klimaautomatik.

N-Version steht in den Startlöchern

Der Hyundai i20 feierte seine offizielle Premiere im Handel bereits am 10. Oktober. Im Frühjahr 2021 legt Hyundai zudem die sportliche Ausstattungsvariante „N-Line“ nach. Doch das ist noch nicht alles. Auch ein echter Sportler steht schon in den Startlöchern: der i20 N. Was eine Klasse höher gut funktioniert hat, soll auch im Kleinwagensegment neue Kunden anlocken. Details zu dem über 200 PS starken Fahrzeug will Hyundai in Kürze bekannt geben.

(ID:46923031)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur Newsdesk Automotive