Gefahren: Kia Ceed Sportswagon Plug-in-Hybrid

Kompakt-Kombi unter Strom

| Autor: sp-x

Den Kia Ceed Sportswagon gibt es ab März 2020 auch als Plug-in-Hybrid.
Den Kia Ceed Sportswagon gibt es ab März 2020 auch als Plug-in-Hybrid. (Bild: Kia)

Wer an Hybrid denkt, der hat häufig als erstes noch immer Toyota im Kopf. Doch Schritt für Schritt mausern sich auch Kia und die Schwestermarke Hyundai zu Vorreitern jener Technologie. Neben dem rein elektrischen Soul, dem Steckdosen-Stromer Optima und dem Öko-SUV Niro, das sogar als Batterie-Auto, Hybrid und Plug-in vorfährt, bittet Kia nun auch noch den Kompakt-Kombi Ceed Sportswagen an die Ladesäule. Zusammen mit dem Crossover X-Ceed Plug-in-Hybrid, mit dem er gemeinsam am 7. März seinen Einstand bei den Händlern gibt, ist er der zweite Teilzeit-Stromer der Ceed-Familie – und sogar der erste Plug-in-Kombi in der Golf-Klasse überhaupt. Ein Vorteil, den sich der mindestens 34.990 Euro teure PHEV-Sportswagon natürlich zu Nutze machen will.

Vor allem für gewerbliche Kunden ist der Sportswagon interessant: Weil sein 8,9-Kilowattstunden-Akku genug Strom für bis zu 60 rein elektrische Kilometer bereithält, profitiert er nicht nur von fast 5.000 Euro Umweltprämie. Dienstwagenfahrer brauchen darüber hinaus den Plug-in auch nur mit einem halben Prozent des Listenpreises versteuern und profitieren von reduzierten Kilometersätzen für die Pendelstrecke zur Arbeit.

Um das elektrische Potential des Sportwagon, der sich den Antriebsstrang mit X-Ceed und PHEV-Niro teilt, voll auszuschöpfen, braucht man allerdings eine Lademöglichkeit zuhause oder am Arbeitsplatz. Denn auch mit der in der Realität recht gut zu erreichenden, versprochenen E-Reichweite kommt man zwar in der Regel durch den Tag, am Abend aber dürfte der Akku doch recht leer sein.

Der On-Board-Lader kann allerdings maximal 3,3 Kilowatt Leistung aufnehmen, vom Schnellladen ist der Ceed SW also weit entfernt. An der Haushaltssteckdose dauert das Volltanken rund fünf Stunden, an einer für rund 800 Euro erhältlichen Wallbox oder öffentlichen Stromsäulen knapp drei Stunden. Voraussetzung dafür ist, dass man auch das circa 260 Euro teure Typ-2-Kabel dazu kauft, serienmäßig ist lediglich ein Schuko-Stecker dabei.

Wer den Kia brav jeden Tag oder noch besser jede Nacht an die Steckdose hängt, dürfte eigentlich nur selten den Benziner hören, der leise knurrend auf sich aufmerksam macht. Wenn, ja wenn der Vierzylinder-Otto im Hybrid-Modus nicht erstaunlich oft einspringen würde und dem E-Motor schon bei etwas stärkerer Leistungsabfrage unter die Arme griffe. Mehr noch: Sogar im EV-Modus mischt sich der Verbrenner mitunter ein. Das widerspricht zwar dem grünen Ansatz, ist aber verständlich. Von einem elektro-typisch flottem Antritt ist der Ceed SW im Strom-Modus nämlich weit entfernt.

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