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Gefahren: Mercedes C-Klasse – Stern der Vernunft

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Die C-Klasse von Mercedes ist das in Stückzahlen erfolgreichste Modell der Marke. Die Fallhöhe ist also hoch und daher eine gelungene große Überarbeitung zur Lebensmitte besonders wichtig. Vor allem, weil einer der größten Konkurrenten demnächst als völlig neue Generation auf den Markt kommt.

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Mercedes hat die C-KLasse überarbeitet.
Mercedes hat die C-KLasse überarbeitet.
(Bild: Daimler)

Üblicherweise spendieren speziell deutsche Hersteller ihren Modellen nach vier Jahren Laufzeit und damit etwa zur Hälfe des geplanten Lebenszyklus eine große Überarbeitung. Mercedes hält sich bei der C-Klasse ziemlich exakt an diesen Zeitplan, kam die aktuelle C-Klasse (Baureihe 205) doch im März 2014 auf den Markt. Seit Anfang Juli steht die modernisierte Mercedes C-Klasse beim Händler, und das in allen vier Karosserievarianten – Limousine, T-Modell (Kombi), Coupé und Cabrio.

Das hat Mercedes natürlich zum Anlass genommen, die Preise anzuheben, in der Basisversion zum Beispiel um etwa 800 Euro. Günstigste C-Klasse ist der C 180d als Limousine mit manuellem Schaltgetriebe (90 kW/122 PS) für 34.914 Euro. Bei den Benzinern kostet die Einstiegsversion C 160 mit 95 kW/129 PS 35.034 Euro. Den C 200 dem neuen 1,5-Liter-Benziner (135 kW/184 PS) gibt es ab 39.480 Euro. Die Benziner verfügen serienmäßig über eine Neungangautomatik.

Mercedes C-Klasse: Komfortabler und sicherer
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Über 6.500 Teile, rund die Hälfte aller überhaupt für eine C-Klasse benötigten Einzelteile, hat Mercedes laut Projektleiter Christian Früh entweder überarbeitet oder gleich ganz neu eingebaut. So viel wie nie zuvor bei einer Pflegemaßnahme der seit 1982, bis 1993 allerdings noch als Mercedes 190 laufenden Modellreihe. Großer Aufwand also, allerdings auch kein Wunder, ist die C-Klasse doch die meistverkaufte Baureihe der Stern-Marke. Über 9,5 Millionen Stück wurden bislang produziert, im vergangenen Jahr gehörte jeder fünfte produzierte Mercedes (415.000 Einheiten) zur C-Klasse-Familie.

Trotz dieser Bedeutung haben die Schwaben von Eingriffen an der Kern-Karosserie abgesehen. Die zu verändern käme dann doch zu teuer. Die Neuheiten betreffen optisch vor allem Anbauteile außen sowie den Innenraum. Zudem gibt es neue Motoren und aus der S-Klasse wurde das Bedien- und Anzeigekonzept inklusive deren Kamera- und Radarsysteme übernommen. So wird jetzt der sogenannte Aktive Abstands-Assistent (Distronic) vom Navigationssystem unterstützt, das Tempo etwa vor Kreuzungen, Kreisverkehren oder Kurven passt sich daher selbsttätig an.

Optisch nur leicht verändert

Wer die überarbeitete C-Klasse demnächst im Straßenverkehr ausmachen will, muss genau hinschauen und wird sie nur am veränderten Heckstoßfänger sowie an der neuen Frontschürze erkennen. Die fällt jetzt für alle vier Ausstattungslinien unterschiedlich aus, von den Kühlergrill-Lamellen der Basis, über das sportlichere Exterieur von Avantgarde und die klassische Variante Exklusive (ja, mit Stern auf der Haube) bis hin zur AMG-Line mit dem aus anderen Modellen bekannten „Diamant-Grill“. Hinzu kommen in fast allen Varianten mit Ausnahme der Basisversionen von Kombi und Limousine serienmäßige LED-Scheinwerfer und gegen Aufpreis die besonders hell und präzise leuchtenden Multibeam-LEDs.

Der ohnehin feine Innenraum wurde ebenfalls aufgewertet, das Meiste kostet allerdings Aufpreis. So, wie das digitale über 12 Zoll messende Display hinterm Lenkrad, das die analogen Instrumente ablöst, und das immer noch frei stehende 10-Zoll-Mediadisplay in der Mitte. Sie gehören zum in der Bedienung nicht immer logischen, dafür fast 4.000 Euro teuren Command-System mit Navigation.

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