Gefahren: Mitsubishi ASX – zur Hälfte neu

Autor Yvonne Simon

Nach neun Jahren am Markt ist für den Mitsubishi ASX derzeit keine neue Generation in Sicht – dafür gibt es jetzt erneut ein Facelift. Dabei ging es dem Kompakt-SUV allerdings ordentlich ans Blech.

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Mitsubishi hat das Kompakt-SUV ASX gründlich überarbeitet.
Mitsubishi hat das Kompakt-SUV ASX gründlich überarbeitet.
(Bild: Simon/»kfz-betrieb«)

Schon seit neun Jahren ist die erste Generation des Mitsubishi ASX am Markt – und das wird auch erstmal so bleiben. Wann die zweite Generation anrollt, darüber hat Mitsubishi Deutschland nach eigener Auskunft noch keine Informationen. Dafür steht jetzt nach Modellpflegen 2012, 2016 und 2017 erneut ein Facelift in den Startlöchern. Im Gegensatz zu den vorherigen Überarbeitungen ging es dem Kompakt-SUV dieses Mal allerdings ordentlich ans Blech. Insgesamt hat der Hersteller die Hälfte der Teile ausgetauscht, während die Plattform die alte bleibt.

Der ASX macht 2019 bislang einen Anteil von 14 Prozent an den deutschen Mitsubishi-Neuzulassungen aus. Bei der Präsentation des überarbeiteten Fahrzeugs in Flörsheim am Main sprach Importeurs-Geschäftsführer Kolja Rebstock über dessen Bedeutung: „Der ASX stellt ein Bindeglied zwischen dem Space Star und unserem SUV-Angebot dar“. Positioniert werden soll er daher als zuverlässiges Kompakt-SUV und als Einstieg in die Crossover-Welt des Herstellers. In Abgrenzung zum SUV-Coupé Eclipse Cross eigne sich der ASX noch etwas besser für Familien, da im Heck mehr Platz vorhanden sei.

Mitsubishi ASX: Zur Hälfte neu
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Von Januar bis September 2019 verkaufte Mitsubishi 5.821 ASX, zum Jahresende sollen es insgesamt zwischen 6.000 und 7.000 geworden sein, im nächsten Jahr dann rund 8.000.

Wie bei allen zuletzt überarbeiteten Mitsubishi-Modellen blickt man nun auch beim ASX in das neue, selbstbewusstere Markengesicht. Der Autobauer hat das SUV mit neuen Stoßfängern vorne und hinten und einer neuen LED-Beleuchtung an Front und Heck ausgestattet. Im Innenraum ist nun ein Acht-Zoll-Display verfügbar und das Infotainmentsystem wurde überarbeitet.

Die wichtigste Neuerung befindet sich unter der Motorhaube: Das bisherige 1,6-Liter-Aggregat hat Mitsubishi durch einen 2-Liter-Benziner ersetzt, der bereits aus dem Outlander bekannt ist. Die Leistung steigt so von 86kW/117PS auf 110kW/150 PS, das maximale Drehmoment beträgt 195 Newtonmeter bei 4.200 Umdrehungen. Weitere Motoren sind für die aktuelle Generation derzeit nicht geplant.

Neuer Benziner bringt den Allradantrieb zurück

Mit dem neuen Antrieb meldet sich im ASX auch der Allradantrieb zurück, der 2018 mit dem Abschied vom Diesel aus dem Programm geflogen war. Zwischen 25 und 30 Prozent der Abnehmer werden sich voraussichtlich dafür entscheiden, heißt es vom Importeur. Der Benziner kann außerdem wahlweise mit Fünf-Gang-Schaltgetriebe oder mit Sechs-Stufen-CVT-Getriebe kombiniert werden – Mitsubishi erwartet, dass ein signifikanter Anteil der Käufer die Automatik-Variante bevorzugen wird.

Die ist im Stadtbetrieb sicherlich praktisch. Beim Beschleunigen auf der Landstraße reagiert der Schalter allerdings deutlich schneller auf den Gasfuß. Durchaus beachtenswert schlug sich das Kompakt-SUV im Offroadparcours, der vermutlich schwereres Gelände bot, als es die meisten Kunden im Alltag befahren werden – selbst als ein Rad ohne Bodenkontakt in der Luft hing, kam der ASX zuverlässig voran.

Drei Ausstattungslinien

Käufer haben drei Ausstattungsoptionen zur Wahl. In der Basis-Variante steigt das SUV bei einem Preis von 20.990 Euro ein. Sie bietet unter anderem Bi-LED-Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht, Klimaautomatik und einen Licht- und Regensensor.

Die mittlere Plus-Ausstattung wird Mitsubishi zufolge voraussichtlich die beliebteste: Zwischen 50 und 60 Prozent der Käufer werden mit ihr vom Hof fahren. Sie ist ab 25.490 Euro zu haben und kommt mit 18-Zoll-Leichtmetallfeldgen und LED-Nebelscheinwerfern. Insassen können ihr Smartphone über Android Auto oder Apple Carplay mit dem Auto verbinden und Apps über den Acht-Zoll-Touchscreen bedienen. An Bord sind außerdem unter anderem ein Auffahrwarnsystem mit Fußgängererkennung und Notbremsassistent, eine Rückfahrkamera, ein Tempomat und ein Smart-Key-System.

Die Top-Ausstattung ist ab 29.490 Euro verfügbar und beinhaltet unter anderem Ledersitze, ein Tomtom-Navigationssystem und ein Panorama-Glasdach. Zu den Assistenten gehören ein Spurhalte-, ein Totwinkel- und ein Ausparkassistent.

3.000 Euro Rabatt auf Einführungseditionen

Bis Jahresende wirbt Mitsubishi außerdem mit zwei Einführungseditionen: Die Intro-Variante ist zwischen dem Basis- und dem Plus-Modell angesiedelt. Kunden erhalten einen Rabatt von 3.000 Euro auf die UVP von 22.990 Euro, so dass die Sonderedition den Einstiegspreis unterbietet. Dafür sind einige Ausstattungs-Extras, darunter ein Digitalradio, ein Multifunktionslenkrad und eine Sitzheizung vorn integriert.

Die Intro-Edition+ bewegt sich zwischen Plus- und Top-Ausstattung und kommt beispielsweise mit Navi, Kunstledersitzen und Ausparkassistent. Auch hier gewährt der Hersteller 3.000 Euro Rabatt auf die UVP von 26.490.

Bis Ende Dezember werden die Intro-Editionen zusammengenommen voraussichtlich rund 80 Prozent der ASX-Käufer überzeugen. Im Handel erhältlich ist das solide SUV bereits seit September.

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