Gefahren: Mitsubishi Space Star

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Einen Schönheitspreis gewinnt er wohl nicht, aber als Top-Modell tritt der neue Space Star ohnehin nicht an. Der Kleinwagen will mit gutem Platzgefühl, sparsamen Motoren sowie Mut zur Farbe überzeugen.

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Premiere: Der neue Space Star von Mitsubishi kommt Mitte April zu Preisen ab 9.700 Euro in den Handel.
Premiere: Der neue Space Star von Mitsubishi kommt Mitte April zu Preisen ab 9.700 Euro in den Handel.
(Foto: Mitsubishi)

Kurz geraten, aber nicht zu kurz gekommen – so könnte man den neuen Mitsubishi Space Star in wenigen Worten knapp charakterisieren. Der Kleinwagen steht ab Mitte April bei den deutschen Händlern. Der ausschließlich als Fünftürer erhältliche, 3,71 Meter von Stoßstange zu Stoßstange messende Fronttriebler ist rund 25 kürzer als der Colt, den er nun als Einstiegsvariante bei Mitsubishi ablöst. Der Neuzugang rollt in Thailand von den Montagebändern und wird hier zu Lande ab rund 9.700 Euro angeboten werden.

Auffällig ist der zunächst der beherzte Griff in die bunte Farbenwelt der Karosserielacke. Was dem als Weltauto konzipierten und sehr konventionell gezeichneten Fahrzeug an Designermut abgeht, dürfte ein giftgrüner, ein intensivblauer oder weinroter Farbton ein wenig ausgleichen helfen. Da der Fronttriebler in möglichst vielen Ländern wenn schon nicht auf freudige Zustimmung, so zumindest nicht auf vehemente Ablehnung stoßen soll, wurde dem Kleinen ein Allerweltsdesign verpasst. Es mischen sich Stilelemente von Toyota Yaris, Opel Corsa, Nissan Micra und vom Mitsubishi Colt. So richtig begeistert das Blechkleid nicht, wirklich hässlich ist es aber auch nicht. Immerhin ist es windschlüpfrig. Mitsubishi gibt einen cW-Wert von 0,27 an – sehr gut für einen Kleinwagen.

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Innere Werte

Was bei einem Auto dieser Längen- und Preisklasse wirklich zählt, sind die inneren Werte. Hinsichtlich seiner Sicherheitsausstattung hält der Space Star einen ordentlichen Standard ein. Sechs Airbags, ESP auch Tagfahrlicht gehören zum Serienumfang. Wie in dieser Klasse üblich, ist die Basisversion aber eher etwas für Puristen, die mit dem Wort Komfort nur wenig anfangen können. Klimaanlage, Radio oder ein Drehzahlmesser sind nicht vorhanden, der Fahrersitz lässt sich auch nicht in der Höhe verstellen, eine Gepäckraumabdeckung fehlt ebenfalls.

Ab der zweiten, „light“ genannten Ausstattungslinie legt aber der Kleine nach, hat die oben genannten Features an Bord und bietet zudem auch für die hinteren Plätze Kopfstützen. In den zwei höheren Niveaus „shine“ und „shine+“ sind Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische vordere und hintere Fensterheber sowie eine Start-Stopp-Automatik Standard, in der Topversion kommen unter anderem ein Navigationssystem, Bluetooth und Leder dazu. Mitsubishis Neuzugang lässt sich jedoch nicht unbegrenzt aufrüsten. Außer Leichtmetallfelgen und Metallicfarben stehen keine Extras auf der Optionsliste. Highend-Musikanlagen oder Fahrerassistenzsysteme sind nicht erhältlich.

Extra-Wohlfühlpunkte sammelt der Space Star nicht durch sein Interieur. Positiv kann man vermerken, dass das Innenleben schnörkellos, übersichtlich und funktionell gestaltet wurde. Die Auflagen der Sitze könnten indes länger sein; der Einsatz von Hartplastik wird durch klavieroptikähnliche Applikationen nicht wirklich kaschiert. Die 60:40 geteilte Rückbank (Serie) lässt sich zwar umlegen, aber der Gepäckraumboden weist eine unpraktische Stufe auf. So ist das bis zu 912 Liter fassende Gepäckteil nur schlecht zum Beladen vom sperrigen Gut nutzbar. In der Grundstellung fasst es 235 Liter. Das Platzangebot für die Insassen ist indes nicht übel. Selbst im Fond sitzen zumindest zwei Erwachsene mit ein wenig Kooperationssinn der Vorderleute recht ordentlich.

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