Gefahren: Neuer Opel Zafira – Mehr Muskeln, weniger Windeln

Autor / Redakteur: sp-x / Jens Rehberg

Ein wichtiges aktuelles Thema bei Opel-Produkten: Flexible Innenräume. Diesbezüglich hat der neue Zafira einiges zu bieten.

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Fielen die ersten beiden Zafira-Generationen eher durch ihre Unauffälligkeit und natürlich durch ihr einfach zu bedienendes Sitzkonzept auf, kommt der Neue ganz im Stil der schickeren Designsprache von Meriva, Astra oder Ampera daher. Mehr Muskeln, weniger Windeln, könnte man den ersten Eindruck auf den Punkt bringen. Außerdem hat er bei den Abmessungen ganz schön zugelegt und streckt sich nun auf eine Länge von 4,66 Metern. Damit ist er zwischen dem Hauptkonkurrenten VW Touran und den größeren Vans wie Ford Galaxy und Seat Alhambra angesiedelt.

Doch nicht nur das äußere Erscheinungsbild hat sich verändert. Auch beim Interieur durften die Designer kreativ sein. Nüchterne Sachlichkeit war gestern. Der Innenraum erinnert heute eher an Astra oder Insignia. Dabei hat der Zafira „Tourer“ seine praktischen Gene aber nicht vernachlässigt. Viele Ablagen nehmen den Krimskrams auf, der sich in einem Fahrzeug sammelt. Schön ist die aufpreispflichtige Mittelkonsole (190 Euro), die dreistöckig angeordnet ist und innerhalb der Ebenen verschoben werden kann.

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Das flexible Sitzkonzept wurde beibehalten und verfeinert. Allerdings gibt es den Tourer anders als den im Programm gebliebenen Zafira der zweiten Generation („Family“) nicht automatisch als Siebensitzer. In den ersten zwei Ausstattungsstufen ist er ab Werk nur als Fünfsitzer erhältlich. Die Sitze sechs und sieben kosten hier 700 Euro Aufpreis. Erst in den höheren Komfortniveaus sind sie Bestandteil des Serienumfangs.

Wie eh und je können die Sitze der zweiten und dritten Reihe einfach um- bzw. hochgeklappt werden. Neu ist, dass in der zweiten Reihe drei Einzelsitze eingebaut wurden. Hat man das Lounge-Paket geordert (295 Euro), kann der recht schmale Mittelplatz in eine Armlehne umgewandelt werden. Die Außensitze lassen sich in Längsrichtung um 28 Zentimeter sowie seitlich um fünf Zentimeter verschieben. In dieser viersitzigen Konfiguration haben selbst langbeinige Erwachsene keine Probleme, ihre Gliedmaßen bequem zu verstauen. Das gelingt natürlich in der hintersten Reihe nicht so gut. Für Kurzstrecken gehen aber die Komforteinschränkungen in Ordnung.

Schwieriger Weg nach ganz hinten

Problematischer ist eher das Entern der hintersten Sitzgelegenheiten. Obwohl die äußeren Sitze der zweiten Reihe durch Vorklappen einen vergleichsweise großen Ein- bzw. Ausstieg ermöglichen, sollte bei den Insassen eine gewisse Beweglichkeit in den Hüften und Beinen gegeben sein, um nicht einfach hinein zu plumpsen oder heraus zu purzeln. Beim Siebensitzer wird auch das Kofferraumvolumen klein. 152 Liter bleiben übrig, immerhin reicht es, um zwei kleine Koffer zu verstauen. Ansonsten kann sich das Gepäckteil aber sehen lassen. Beim Fünfsitzer weisen die technischen Daten 710 bis 1.860 Liter, beim Siebensitzer 152 bis 1.792 Liter aus.

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