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Gefahren: Porsche Panamera Turbo

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Sehr schnelle und dabei wirklich sportliche Limousinen zu bauen ist eine Kunst. Das musste auch Porsche beim ersten Panamera feststellen, dessen Design durchaus für Diskussionen sorgte. Generation zwei kommt nun eleganter und dennoch brachial daher.

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Der Einstiegspreis des Porsche Panamera Turbo liegt bei 155.750 Euro.
Der Einstiegspreis des Porsche Panamera Turbo liegt bei 155.750 Euro.
(Bild: Porsche)

Mit der ersten Generation des Panamera wollte Porsche zeigen, dass man das Sportwagenfahrgefühl auch markengerecht verlängern und in einem großen Viertürer unterbringen kann. So entstand eine durchaus coupéartige Limousine mit dem Beinraum der Oberklasse auch in der zweiten Reihe aber einem etwas gewöhnungsbedürftigen, sagen wir ruhig pummeligem Heck. Die zweite Generation kommt dagegen ungleich eleganter daher und man fragt sich unwillkürlich: Warum nicht gleich so?

Wenn man 550 PS formschön in eine sportliche Limousine verpackt, erwartet man als Hersteller wahrscheinlich, dass die Kunden diese Leistung zu schätzen wissen. Die schiere Gewalt, die der hochkultivierte 4,0-Liter-V8-Turbo freizusetzen vermag, ist tatsächlich beeindruckend, zumal die Kraft nie krawallig daherkommt. Der Turbo sorgt für eine sehr spontane und gleichmäßige Kraftentfaltung über ein sehr breites Drehzahlband und kann selbst in höheren Drehzahl-Regionen immer noch zulegen.

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Bei 200 km/h liegen, der großen Spreizung des Achtgang-Doppelkupplungsgetriebes wegen, kaum mehr als 2.000 Touren an. Soll es schneller gehen, genügt dezentes Durchdrücken des Gaspedals und schon legt der Panamera mächtig zu. Das Getriebe wechselt schnell und fast ruckfrei zwei, drei Gangstufen runter, um die volle Beschleunigungsenergie auf die Straße zu bringen. Der Turbo schafft derweil Platz im Rückspiegel.

Dabei liegt die Limousine mit einer Ruhe auf der Straße, die man eigentlich mit sehr viel langsameren Geschwindigkeiten assoziiert. Selbst Beifahrer, die sich mit hohem Tempo schwertun, merken kaum, wie schnell das Auto eigentlich fährt. Somit ist dieser Porsche absolut langstreckenreisetauglich.

Antippen des Gaspedals gefährdet den eigenen Führerschein

Allerdings fordert der Panamera gerade wegen dieser Eigenschaften ständig die volle Konzentration des Fahrers, denn zwischen ordnungsgemäßem Fahren in einem limitierten Bereich mit beispielsweise 120 km/h und führerscheingefährdenden 180 km/h liegen nur Millimeter in der Fußbewegung, und eine kaum spürbare Zunahme der Geräusche.

Auf Landstraßen, die wir tatsächlich noch nie in einer Limousine so leichtfüßig durcheilten, ist der Fahrspaß fast so groß wie in einem Elfer, das Risiko, die Verkehrsregeln auf führerscheinschädigende Art zu missachten, allerdings auch.

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