Gefahren: Toyota Yaris Hybrid

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Der Toyota Yaris bekommt eine Generalüberholung verpasst. Ab dem 30. August fährt er mit über 1.000 neuen Teilen auf unseren Straßen. 40 Prozent aller Kunden orderten bisher die Hybridtechnik.

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Der geliftete Toyota Yaris Hybrid geht Ende August zu Preisen ab 11.990 Euro an den Verkaufsstart.
Der geliftete Toyota Yaris Hybrid geht Ende August zu Preisen ab 11.990 Euro an den Verkaufsstart.
(Foto: Toyota)

Toyota und Hybrid: Bei dieser Kombination fällt dem oberflächlich Informierten eigentlich nur der Prius ein. Doch der Aufschwung der Doppelherztechnik, über den sich die Japaner mittlerweile auch in Europa freuen können, hat hierzulande ganz andere Väter: den kompakten Auris Hybrid und vor allem den Yaris. Der Kleinwagen verbuchte in Deutschland schon 2013 einen bemerkenswerten Hybridanteil von 40 Prozent, und mit dem überarbeiteten Modell, das Ende August an den Start geht, soll dieser Anteil sogar auf 48 Prozent steigen. Mit anderen Worten: Jeder zweite Yaris-Käufer in Deutschland lässt die normalen Benziner und Diesel links liegen und entscheidet sich für die mindestens 17.300 Euro teure Hybridversion.

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Das darf man in einem traditionell skeptischen und von heimischen Marken und deren Technologien dominierten Markt durchaus als Erfolgsgeschichte werten. Tatsächlich haben sich mit der Kombination Kleinwagen und Hybridantrieb ja zwei gefunden, die eigentlich schon immer zusammen gehörten, denn gerade der oft im dicht gedrängten Stadtverkehr eingezwängte Yaris kann mit der Unterstützung durch den Elektromotor viel mehr anfangen als so mache übermotorisierte Luxuslimousine.

Das Zusammenspiel zwischen 1,5-Liter-Benziner und Elektromotor, die gemeinsam auf 74 kW/100 PS kommen, funktioniert unaufgeregt und problemlos, die Wechsel zwischen den Antriebsarten erfolgen kaum merklich, und sparsamer ist der Yaris Hybrid auch noch einmal geworden: Reibungsoptimierung beim Benziner und eine verbesserte Rekuperation drücken den Normverbrauch auf 3,3 Liter je 100 km (CO2: 75 g/km). Dass sich der kleine Japaner jenseits der Stadtgrenzen schwerer tut und etwa Überholvorgänge mit jenem typischen, etwas gequälten Klang des Benziners quittiert, liegt wegen des stufenlosen Getriebes in der Natur der Sache.

Mit Herz und Verstand

Neben dem Hybrid bleiben der 1,3-Liter-Benziner mit 73 kW/99 PS und der 1,4-Liter-Diesel mit 66 kW/90 PS im Angebot. Optimiert wurde zudem der 51 kW/69 PS starke Einstiegs-Benziner mit drei Zylindern und 1,0 Liter Hubraum, der dank höherer Verdichtung einen verbesserten Wirkungsgrad aufweist und sich mit einem Normverbrauch von 4,1 Litern begnügt (95 g/km CO2).

Genügend rationale Gründe also, warum der in der Basis ab 11.990 Euro teure Yaris auch weiterhin auf den Einkaufszettel europäischer Kleinwagenkäufer gehört. Doch Toyota ging es bei der Modellüberarbeitung vor allem auch darum, diesen rationalen Aspekten ein paar emotionale beizumischen, die dem nüchternen Japaner bislang fehlten. Daher macht der Yaris nun mit einer vom neuen Aygo inspirierten Frontpartie im sogenannten X-Design auf sich aufmerksam. Je nach Motorisierung und Ausstattungslinie ist dieser X-förmige Kühlergrill mal in Chrom, mal in Klavierlack ausgeführt.

Aus der Seitenansicht sollen neue Felgen – optional in Zweifarb-Optik ausgeführt – Akzente setzen, hinten soll ein neuer Stoßfänger samt integriertem Diffusor die Breite des Fahrzeugs betonen. Dennoch scheint die Designer am Heck im Unterschied zur markanten Front dann doch ein wenig der Mut verlassen zu haben.

Höherwertiger Innenraum

Auch der Innenraum ist konventionell, aber durchaus geschmackvoll eingerichtet, zumal viele Hartplastikflächen weicheren Soft-Touch-Materialien gewichen sind, die den Qualitätseindruck spürbar heben. Dazu passen auch das verringerte Geräuschniveau im Innenraum und der dank Fahrwerksmodifikationen ausgewogenere Fahrkomfort. Ab der mittleren Ausstattung Comfort (ab 14.990 Euro), für die sich wohl die meisten Kunden entscheiden werden, bildet das Multimedia-System Toyota Touch mit 6,1-Zoll-Touchscreen die moderne Schaltzentrale. Es verfügt über Bluetooth, Rückfahrkamera, externe Audioeingänge und lässt sich mit dem Smartphone verbinden. Nur die Schaltkulisse des Automatikgetriebes im Hybridmodell wirkt da noch etwas angestaubt.

Oberhalb der Ausstattung Comfort bietet Toyota den eher sportlich orientierten Yaris-S (ab 17.940 Euro) mit Wabenkühlergrill, Sportlederlenkrad, und mattschwarzen C-Säulen sowie das Top-Niveau Club (ab 18.840 Euro) an, das unter anderem über eine Klimaautomatik und Teilleder-/Alcantara-Sitze verfügt.

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