Skoda

Gefragte E-Mobilität stößt auf wenig Angebot

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Der Aufzug- und Fahrtreppen-Hersteller Schindler ist jedenfalls von dem einen Skoda-E-Modell überzeugt und hat 200 Enyaq in seinen Fuhrpark übernommen. Auch andere Unternehmen setzen inzwischen auf die Elektromobilität: 22 Prozent der E- und Plug-in-Autos aus dem Portfolio der Tschechien-Marke gehen an gewerbliche Kunden.

Diese Entwicklung könnte das Enyaq Coupé noch beschleunigen, das 30 Prozent der Modell-Verkäufe ausmachen und zusätzliche Käufergruppen erobern soll. Angeboten wird das Coupé wie das bisherige Modell mit vier unterschiedlich starken Antrieben und drei Batteriegrößen von 50 über 60 bis 80 kWh. Die Systemleistungen liegen bei 109 kW (148 PS), 132 kW (180 PS), 150 kW (265 PS) und 195 kW (265 PS).

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Dass sich die technischen Parameter allmählich einpendeln, glaubt der in der tschechischen Zentrale beschäftigte E-Auto-Spezialist und Leiter des Produktmanagments, Björn Kroll, zu erkennen. „Reichweite ist nicht mehr das Thema. Die Akkukapazitäten werden sich vielleicht noch auf 90 kWh steigern, aber das war es dann auch“, sagt er. Damit wären je nach Fahrzeugtyp Distanzen von rund 500 Kilometer ohne eine Nachladung zu bewältigen. Viel stärker in den Fokus geraten nach seiner Ansicht stattdessen die Ladezeiten. „Früher waren öffentliche Stationen mit 50 kW schon sensationell, heute geht der Trend Richtung 200 kW.“ Je kürzer das Auftanken der Stromer gelingt, umso mehr steigt ihre Akzeptanz.

Batterien deutlich langlebiger

Die bei vielen Modellen begrenzte Höchstgeschwindigkeit ist für viele E-Auto-Fahrer kein Nachteil. Auch die Diskussion um die Haltbarkeit der Batterien gehen mittlerweile in andere Richtungen. „Die Batterien sind deutlich langlebiger als ursprünglich erwartet“, so Kroll. Außerdem seien zwei bis drei Viertel der E-Autos geleast, das Restwertrisiko geht nach drei Jahren an den Hersteller oder dessen Finanzdienstleister zurück. „Außerdem geben wir acht Jahre Garantie auf die Akkus, das sorgt für Planungssicherheit.“

Nach dieser Zeit kann die Batterie für weniger belastende Aufgaben genutzt werden, in Prag etwa werden sie bereits aus ersten Elektrofahrzeugen ausgebaut und als Puffer im Energienetz eingesetzt. Gerade private Nutzer, die eine Photovoltaikanlage an ihrer Immobilie betreiben, könnten deren Effizienz so deutlich steigern.

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