Umfrage Gehen Porsches Pläne mit der neuen CI auf?

Autor Christoph Seyerlein

Mit seinem neuen Markenerscheinungsbild will Porsche Barrieren für Kundengruppen abbauen, denen bislang der Bezug zu den Zuffenhausenern fehlt. So zum Beispiel Frauen und jüngere Menschen. Kann das gelingen? Wir haben uns bei jungen, autoaffinen Menschen umgehört.

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„Bloß keine Arroganz“ will Porsche künftig ausstrahlen.
„Bloß keine Arroganz“ will Porsche künftig ausstrahlen.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

„Es geht hier nicht um die Autos.“ Diesen Satz wählte Porsche-Deutschlandchef Alexander Pollich am vergangenen Mittwoch, um zu beschreiben, was der Hersteller mit seiner neuen Handels-CI vorhat. Eine auf den ersten Blick überraschende Aussage, traf sie Pollich doch im Rahmen der Eröffnung des Porsche-Zentrums Dortmund. Einem Autohaus, in das die Hülpert-Gruppe gerade satte 19 Millionen Euro gesteckt hat.

Tatsächlich will die Marke mit dem neuen Erscheinungsbild im Handel aber einen gewissen Wandel vollziehen. „Uns ist bewusst, dass Porsche beängstigend wirken kann“, erklärte Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Um neue Kunden für sich gewinnen zu können, will der Hersteller das ändern. „Bloß keine Arroganz“ soll dem Manager zufolge künftig die Maxime lauten.

Doch wen wollen die Zuffenhausener damit ködern? „Neue Kunden, junge Kunden, Frauen“, erklärte von Platen. Acht von zehn Porsche-Käufern sind aktuell Männer. Und ihr Durchschnittsalter steigt von Jahr zu Jahr. Frauen fehlten bislang „die Touchpoints“ zur Sportwagenmarke, merkte Alexander Pollich an. Und noch schlimmer: „Sie fühlen sich bei uns als Kundinnen bislang nicht ernst genommen.“

Dieses Problem anzugehen, wird nun auch die Aufgabe des Handels sein. Doch haben sie dafür überhaupt die richtigen Voraussetzungen? »kfz-betrieb« fragte bei einer jungen, autoaffinen Zielgruppe nach. Das Ergebnis einer 24-Stunden-Umfrage via Instagram: 61 Prozent der 1.214 Teilnehmer räumen Porsche dafür gute Chancen ein.

Doch gerade beim Thema junge Kundschaft gibt es manche Vorbehalte. Mehrere User erklärten in direkten Nachrichten an »kfz-betrieb«, dass sich junge Menschen schlicht keinen Porsche leisten könnten.

„Es wird keinen billigen Porsche geben“

Einige sehen darin allerdings auch kein Problem: Denn günstige Modelle würden nicht zum Markenkern der Zuffenhausener passen, so das Credo mancher Umfrageteilnehmer. Ähnlich hatte das Vertriebsvorstand Detlev von Platen am vergangenen Mittwoch gesehen. Auf die Frage, ob Porsche jüngere Kunden etwa mit einem neuen Einstiegsmodell gewinnen wolle, antwortete er: „Das können andere besser als wir.“

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