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Geldwäschegesetz: Prävention beginnt im Kopf

Autor / Redakteur: Die Fragen stellte Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Deutschland gilt als Geldwäschehochburg. Aufgrund internationalen Drucks reagieren nun die Behörden. Sie wollen das 2008 eingeführte Geldwäschegesetz (GwG) strikter anwenden. Dabei gerät der Automobilhandel zunehmend in ihr Visier.

Um die Geldwäsche einzudämmen, soll nun die Umsetzung der Vorgaben aus dem Geldwäschegesetz stärker überprüft werden.
Um die Geldwäsche einzudämmen, soll nun die Umsetzung der Vorgaben aus dem Geldwäschegesetz stärker überprüft werden.
(Foto: Composer - Fotolia)

Martin Kramer: 2013 hat das BKA im gesamten Bundesgebiet lediglich 100 Verdachtsmeldungen von Güterhändlern, also Gold-, Antiquitäten- oder Automobilhändlern, erhalten, obwohl sie dazu verpflichtet sind. Angesichts von rund 38.000 Kfz-Betrieben, drei Millionen Neuzulassungen und 6,8 Millionen Besitzumschreibungen muss zwangsläufig der Eindruck entstehen, dass bei der Umsetzung des GwG noch Defizite bestehen.

Herr Mantei, sehen Sie das ähnlich?

Matthias Mantei: In der Tat. Mein persönlicher Eindruck ist, dass in den letzten Jahren die Verpflichtungen des GwG kaum bis gar nicht bekannt waren und von vielen nicht ernst genommen wurden. Unkenntnis herrscht jedoch nicht nur bei Kfz-Händlern, sondern bei allen verpflichteten Güterhändlern. Allerdings steht die Kfz-Branche unter einem besonderen Fokus.