General Motors überrascht mit guten Zahlen

Gewinnziele für 2019 bestätigt

| Autor: dpa

(Bild: GM)

Trotz der abflauenden Autokonjunktur liefen die Geschäfte bei General Motors (GM) zum Jahresende überraschend gut. Im vierten Quartal stiegen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp zwei Prozent auf 38,4 Milliarden Dollar (33,7 Mrd. Euro), wie der größte US-Autobauer am Mittwoch in Detroit mitteilte. Der Nettogewinn legte auf 2,1 Milliarden Dollar zu, nachdem hohe Sonderkosten im Vorjahr einen großen Verlust verursacht hatten.

Das bereinigte operative Ergebnis fiel im Jahresvergleich zwar um gut acht Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar, an der Wall Street war jedoch ein stärkerer Rückgang erwartet worden. Auch sonst übertrafen die Quartalszahlen die Prognosen der Analysten klar. Zudem bestätigte GM seine Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr. Das verhalf der Aktie, die in den vergangenen zwölf Monaten über fünf Prozent eingebüßt hat, im frühen Handel zu einem Kursplus von drei Prozent.

Obwohl sich der US-Automarkt zunehmend abkühlt und GM im Schlussquartal 2,7 Prozent weniger Neuwagen verkaufte, profitiert der Konzern weiter vom lukrativen Geschäft mit SUVs und Pick-ups. Die Fahrzeuge sind so gefragt, dass Preiserhöhungen hingenommen werden, was die Gewinnspannen erhöht. Im Gesamtjahr 2018 baute GM den Umsatz immerhin um ein Prozent auf 147 Milliarden Dollar aus. Der Überschuss nahm um gut zwei Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar zu.

„Wir haben uns 2018 durch erheblichen Gegenwind navigiert, um ein weiteres Jahr mit starken Ergebnissen zu liefern“, sagte GM-Finanzchefin Dhivya Suryadevara. Der US-Marktführer muss angesichts des Abschwungs bei kleineren Pkw und des voranschreitenden Branchenwandels hin zu Zukunftstechnologien wie Roboterautos und Elektroantrieben auf die Kostenbremse treten und tiefgreifende Veränderungen vornehmen.

So kündigte GM im November bereits an, die Produktion in Nordamerika zu drosseln und in großem Stil Stellen zu streichen. Noch schwerer tut sich indes US-Rivale Ford, der vor allem international kriselt – hier fiel im Schlussquartal sogar ein Verlust von 116 Millionen Dollar an. Für die großen Autobauer ist auch der Zollstreit zwischen den USA und Handelspartnern wie China und der EU, der die Materialkosten etwa für Stahl und Aluminium deutlich erhöht, ein Problem.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45730704 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Santander Consumer Bank: Zielgenaue Trainings

Santander Consumer Bank: Zielgenaue Trainings

Der Mönchengladbacher Finanzdienstleister baut sein Trainingsangebot für den Automobilhandel aus. Welche Angebote es für den Handel gibt, erläutert Holger Katzmarek, Leiter Akademie Mobilität und Waren. lesen

Händler- und Herstellerwebsites: Bedingt auftragsbereit

Händler- und Herstellerwebsites: Bedingt auftragsbereit

Hersteller verpflichten Markenhändler in der Regel dazu, markenkonforme Websites zu betreiben. Studienergebnisse zeigen jedoch, dass diese so manche Defizite aufweisen. Und mit den Websites der Hersteller selbst sieht es oft nicht besser aus. lesen