Genfer Autosalon: Im Club der 300er

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Das kann der etwas höher positionierte Gegenspieler aus Sant'Agata freilich keinen Deut schlechter. So presst der neue Lamborghini Huracán seine Passagiere mit martialischem Druck in die Sitze und erreicht schon nach 9,9 Sekunden die 200er-Marke. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt laut Hersteller bei 325 km/h. Der Hurácan wird von einem 449 kW/610 PS starken 5,2-Liter-V10-Motor angetrieben, der ein maximales Drehmoment von 560 Nm auf die Straße wuchtet.

Der Newcomer führt die Zehnzylinder-Tradition der italienischen Sportwagen-Schmiede fort und setzt damit einen spektakulären Kontrapunkt im ansonsten von Downsizing geprägten Wettbewerbsumfeld. Statt einem automatisiertem Schaltgetriebe kommen im Huracán ein Doppelkupplungsgetriebe und permanenter Allradantrieb zum Einsatz.

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Die Macht des Empire

Noch bis 2015 muss der geneigte Kunde auf die in Genf gezeigte Corvette Z06 warten. Befeuert wir der US-Neuling von einem 460 kW/625 PS starken 6,2-Liter-Kompressortriebwerk. Die Kraftübertragung übernimmt wahlweise eine Achtgang-Automatik oder ein Siebengang-Schaltgetriebe. Vom ehemaligen V8-Sauger mit sieben Litern Hubraum müssen sich die Fans zwar schweren Herzens verabschieden. Allerdings sind auch 6,2 Liter Volumen nicht gerade ein Pappenstiel, und so kann der Direkteinspritzer auch Hubraum-Liebhaber noch immer begeistern. Kräftig zupackende Brembo-Bremsen in Keramikausführung sollen den gewaltigen Vortrieb eindämmen. Zwar gibt es noch keine offiziellen Fahrleistungen, doch dass die Corvette Z06 Tempo 300 spielend erreicht, gilt als sicher.

Dem Gipfel der Performance noch ein bisschen näher kommt der McLaren 650 S. Sein doppelt aufgeladener 3,8-Liter-V8-Motor entfaltet eine Power von 487 kW/650 PS. Dank eines Leergewichts von nur 1,3 Tonnen wartet der britische Sport-Bolide mit wahrlich herausragenden Fahrleistungen auf. In nur 8,4 Sekunden soll er Tempo 200 erreichen und bis zu 333 km/h schnell sein – damit können sich selbst potente Motorräder abhängen lassen.

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Moderne Zeiten bekunden die McLaren-Techniker mit einer elektrischen Servolenkung und LED-Vollscheinwerfern. Und nicht nur die äußere Erscheinung sorgt für Aufsehen: Ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe tritt an, um den Zielkonflikt zwischen schnellen Übersetzungswechseln und angenehmem Schaltkomfort aufzulösen. Bleibt nur ein Wermutstropfen: Unter 230.000 Euro wird der Athlet kaum zu haben sein.

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