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Genfer Salon: Kia setzt auf Elektromobilität

Autor: Andreas Wehner

Eine Studie soll auf dem Genfer Autosalon zeigen, wie sich die Entwickler und Designer bei Kia die Zukunft der Elektromobilität vorstellen. Zudem feiert ein Elektro-Serienmodell seine Europapremiere auf der Messe.

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Kia gibt in Genf einen Ausblick auf die Zukunft der Elektromobilität.
Kia gibt in Genf einen Ausblick auf die Zukunft der Elektromobilität.
(Bild: Kia)

Bei Kia steht der Genfer Salon (7. bis 17. März) im Zeichen der Elektromobilität. Die Koreaner zeigen unter anderem eine neue Elektroauto-Studie, die vom europäischen Designzentrum in Frankfurt entworfen wurde. Der erste viertürige Stromer der Marke soll sich keiner klassischen Fahrzeugkategorie zuordnen lassen, sondern Merkmale eines SUVs, einer Familienlimousine und eines Crossovers vereinen. Bislang hat Kia nur Bilder von Details veröffentlicht.

An der „Tigernase“ ist der Neuling sofort als Kia zu erkennen – nur umfasst das Markengesicht bei der Studie auch die Scheinwerfer. Die Frontscheibe geht nahtlos in ein Glasdach über, das sich als großes Fenster von der Basis der A-Säule bis über den Fond spannt.

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Die durch den E-Antrieb veränderte Fahrwerksarchitektur hat das Kia-Designteam genutzt, um ein luftiges Interieur zu schaffen. Ein auffälliges Detail sind die 21 Displays auf dem Armaturenbrett, die wie zufällig dort aufgestellt wirken. Sie sind aber exakt positioniert und miteinander koordiniert. In Serie ist so etwas allerdings nicht zu erwarten.

Neuer E-Soul schafft 452 Kilometer

Serienmodelle gibt es bei Kia in Genf jedoch auch. Erstmals in Europa stellen die Koreaner den neuen E-Soul vor, der seine Weltpremiere im Herbst in Los Angeles hatte. Das kantige Crossover-Modell wird in der dritten Generation nicht mehr mit Verbrennungsmotor angeboten. Antrieb und Batterie teilt sich der Neue mit dem bereits vorgestellten E-Niro, der gleichzeitig mit dem E-Soul im April auf den Markt kommt.

So kommt ein neuer Elektromotor zum Einsatz, der in der stärkeren Variante 150 kW/204 PS sowie 395 Newtonmeter Drehmoment leistet. In Kombination mit einer 64-kWh-Batterie beträgt die Reichweite bis zu 452 Kilometer. Das Grundmodell mit 100 kW/136 PS und 39,2-kWh-Akku kann bis zu 277 Kilometer weit fahren, bevor die Batterie wieder geladen werden muss. Der E-Soul ist schnellladefähig und verfügt über den europäischen Standardstecker (CCS). Die Batterien beider Antriebsvarianten können an einer 100-kW-Station in 42 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden.

Erstmals kommt im E-Soul das neue Telematiksystem Uvo Connect zum Einsatz, das dank einer eigenen Simkarte Echtzeitinformationen zu Verkehrslage, Wetterprognose, lokaler Suche und nahegelegenen Parkmöglichkeiten liefert. Darüber hinaus zeigt das System die Standorte von Ladestationen an. Eine dazugehörige App liefert Fahrzeuginformationen und bietet die Möglichkeit, bestimmte Funktionen zu steuern.

Niro kommt mit neuer Optik und neuer Technik

Von den Hybridvarianten des Niro bringt Kia ebenfalls überarbeitete Versionen mit nach Genf. Sowohl der Niro Hybrid als auch der Niro Plug-in-Hybrid wurden sowohl optisch verändert als auch technisch aufgerüstet.

Außen haben die Designer dem Niro neue Stoßfänger vorn und hinten verpasst, die Scheinwerfer (auf Wunsch in LED-Ausführung) sowie das LED-Tagfahrlicht, die optionalen LED-Nebelscheinwerfer und die LED-Rückleuchten neu gestaltet. Zudem kommt der Niro mit neuen Leichtmetallfelgen. Im Interieur kommen neue, hochwertige Materialien zum Einsatz. Zudem gibt es zahlreiche optische Veränderungen. Standard sind ein Infotainmentsystem mit 8-Zoll-Bildschirm, eine Smartphone-Schnittstelle und eine Supervision-Instrumenteneinheit mit 4,2-Zoll-LCD-Anzeige. Optional sind ein neuer 10,25-Zoll-Touchscreen und eine Instrumenteneinheit mit 7-Zoll-LCD-Anzeige erhältlich.

Wie auch der E-Soul kommt der Niro mit dem neuen Telematiksystem Uvo Connect. Aufgewertet haben die Entwickler auch die Assistenzsysteme. Der Abstandstempomat wurde um eine Stop-and-go-Funktion erweitert. Zudem gibt es einen Stauassistenten.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«