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Genfer Salon verzeichnet leichten Besucherschwund

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Trotz weniger Publikum geben sich die Messeausrichter wie die Aussteller des Genfer Salons zufrieden mit dem Verkauf der Messe. Die Qualität der Besucher sei hoch gewesen. Zudem hatte viel junges Publikum den Weg zur Messe gefunden.

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Der Genfer Automobilsalon 2018 ist trotz vieler Premieren mit einem leichten Besucherrückgang zu Ende gegangen.
Der Genfer Automobilsalon 2018 ist trotz vieler Premieren mit einem leichten Besucherrückgang zu Ende gegangen.
(Bild: Gims)

Der Genfer Automobilsalon hat 2018 etwas weniger Zuspruch bekommen als die Vorgängerveranstaltung im Jahr 2017. Wie die ausrichtende Messegesellschaft mitteilte, machten sich 660.000 Menschen auf den Weg in die Messehallen. Das waren knapp 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Damals hatte der Genfer Salon mit 690.000 Gästen sogar ein Besucherplus von 3.000 Personen verzeichnet.

Trotz des aktuellen Rückgangs bewerteten Veranstalter wie Aussteller den Verlauf der beiden Messe- und den anschließenden elf Publikumstagen positiv. „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, erklärt Maurice Turrettini, Präsident des Automobilsalons Genf. Das Ergebnis ist aus seiner Sicht zu sehen vor dem Hintergrund eines heftigen Gegenwinds, den die Branche derzeit erlebt – Stichwort Dieselabgase.

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Neben der Diesel-Krise hatten die Messemacher wohl auch einen Rückgang wegen des veränderten Informationsverhaltens befürchtet. Doch speziell das junge Publikum fand den Weg nach Genf: 30 Prozent der Besucher seien zwischen 15 und 29 Jahre alt gewesen. Messe und Aussteller hätten erfolgreich zum Messebesuch motiviert, bilanzierte Messe-Generaldirektor André Hefti.

Er konnte dem Rückgang sogar eine positive Seite abgewinnen. Bei den verbleibenden Besuchern habe es sich um qualifizierte Kontakte gehandelt, die zudem weniger Gedränge an den Ständen der Aussteller vorfanden. Es war „mehr Platz, um prestigeträchtige Autos zu bewundern“. Das dürfte nicht zuletzt die Gäste mit einer weiteren Anreise erfreut haben: Etwa jeder zweite Besucher war kein Schweizer.

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Trotz einiger Absagen (insbesondere von Opel) hatten 180 Aussteller für volle Ausstellungsflächen gesorgt. Mit der Volvo-Sporttochter Polestar oder dem Seat-Ableger Cupra hatten zudem einige neue Marken ihren ersten Auftritt in Genf. Zudem zeigten zahlreiche Aussteller anhand von Studien das „Auto von übermorgen“, etwa VW mit dem I.D. Vizzion. Daneben präsentierten Zulieferer wie die Reifenhersteller die Messe als Plattform für ihre Produktvisionen, etwa die Reifenhersteller mit grünen oder Sensor-Reifen.

Mit den gezeigten Produkten kamen die Aussteller laut einer Erhebung der Messe bei den Besuchern gut an. „Die Markenvertreter waren mit der Anzahl und Qualität der Besucher zufrieden“, heißt es in einer Mitteilung. 38 Prozent der Besucher hätten zudem erklärt, dass sie sich bis 2020 ein Auto kaufen wollen. Über die nötigen Mittel dürften die Messegäste verfügen: 80% der Salonbesucher stehen im Arbeitsleben (Alter zwischen 19 und 64).

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