Genfer Salon wechselt den Besitzer und pausiert erneut

Autor / Redakteur: jr/dpa / Jens Rehberg

Auch im kommenden Frühjahr wird Genf nicht stattfinden. Der Stiftungsrat der Messe hat außerdem beschlossen, die größte Veranstaltung der Schweiz zu verkaufen.

Firmen zum Thema

(Foto: SP-X)

Der Genfer Salon fällt auch 2021 wegen Corona aus. Das hätten das Komitee und der Stiftungsrat der Automesse beschlossen, hieß es in einer Mitteilung vom Montagabend in Genf. Der Stiftungsrat kündigte zudem an, die Veranstaltung an die Genfer Messegesellschaft Palexpo verkaufen zu wollen.

Eine Umfrage habe ergeben, dass eine Mehrheit der Aussteller „wahrscheinlich" an einer Neuauflage der Messe 2021 nicht teilnehmen werde und einen Autosalon 2022 bevorzuge. „Der Automobilsektor befindet sich in einer schwierigen Phase und die Aussteller brauchen Zeit, um sich von den Folgen der Pandemie zu erholen“, hieß es weiter. „Darüber hinaus ist nicht sicher, ob die gesundheitliche Situation die Organisation einer Veranstaltung mit mehr als 600.000 Besuchern und 10.000 Journalisten im kommenden Frühjahr erlaubt.“

Genfer Autosalon 2018: Futuristische Studien
Bildergalerie mit 48 Bildern

Der Genfer Autosalon gilt als größte öffentliche Veranstaltung in der Schweiz und war bereits in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Im Jahr 2021 hätte der Autosalon vom 4. bis 14. März stattfinden sollen.

Diesjährige Absage verursachte zweistelligen Millionen-Verlust

Begründet wird die neuerliche Absage auch mit den finanziellen Folgen der diesjährigen Absage, die „schätzungsweise 11 Millionen Schweizer Franken“ an Verlusten verursacht habe. Da die Stiftung dem Autosalon eine langfristige Perspektive erhalten will, wurde der Beschluss gefasst, die Veranstaltung zu verkaufen – als wahrscheinlichen Käufer wurde in der Presseerklärung die Genfer Messegesellschaft Palexpo genannt.

(ID:46674309)