Suchen

Gewerbekunden wenden sich alternativen Antrieben zu

| Autor: Andreas Grimm

Der Privatmarkt boomt, doch die Käufer meiden den Diesel immer mehr. Gleichzeitig entdecken die Gewerbekunden zunehmend die Vorteile alternativer Antriebe. Doch in deren Kaufentscheidung gibt es eine weitere bemerkenswerte Entwicklung.

Firma zum Thema

(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der Neuwagenhandel hat die gute Neuzulassungslage im Februar genutzt, um die Zahl der Eigenzulassungen deutlich zurückzufahren. Laut einer Auswertung der Marktforschung Dataforce sank die Zahl der Erstzulassungen auf die Händler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,2 Prozent. Gleichzeitig hielten sich auch die Hersteller und Importeure mit taktischen Zulassungen zurück (-5,2 %). Unter dem Strich fanden damit 74.849 Neuwagen keinen echten Abnehmer (-5,8 %).

Weiterhin im Plus ist der Verkauf an Flotten- und Firmenkunden. In diesem Segment stiegen die Erstzulassungen im Vergleich zum Februar 2017 um 4,8 Prozent. Dabei fällt auf, dass anders als im Privatmarkt der Dieselanteil der gewerblichen Zulassungen leicht gestiegen ist und die 60-Prozent-Marke wieder übersprungen hat. Von einer Trendwende wollen die Frankfurter Marktbeobachter allerdings noch nicht sprechen.

Interessant ist ein weiterer Wert im Flottenmarkt: Zum ersten Mal überhaupt überstieg der Anteil alternativer Antriebe in Flotten die Fünf-Prozent-Marke. Der Anteil von 5,4 Prozent im Februar zeigt, „dass sich die Fuhrparkleiter immer stärker mit Elektro-, Hybrid- und Gasantrieben beschäftigen“, heißt es dazu von Dataforce. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten schaffen die Hersteller aktuell die Voraussetzungen für weiter steigende Anteile.

Nochmals stark gewachsen ist der Privatmarkt. Die Verkäufe an Endkunden legten im Februar um gut ein Fünftel auf knapp 96.500 Einheiten zu (+ 21,3 % zum Februar 2017). Das überrascht nicht, da die private Nachfrage schon seit Monaten steigt. „Diese Dynamik wird sich noch mindestens bis zum Ende des ersten Halbjahres fortsetzen, da die Dieselprämien der Hersteller noch einige Zeit laufen und viele der bestellten Fahrzeuge mit einigen Monaten Verzögerung ausgeliefert werden“, erwartet Dataforce.

Steigende Absatzzahlen verbuchten die Hersteller und Importeure im Geschäft mit den Autovermietern. Diese Dienstleister nahmen knapp 30.000 Einheiten auf. Das waren rund 3.000 Neuwagen mehr als im Vorjahresmonat (+11,6 %).

(ID:45178730)

Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«