Gewinnmargen der Autokonzerne erreichen tiefsten Stand seit 2009

Autor / Redakteur: dpa / Yvonne Simon

Einer Analyse von EY zufolge haben die Autobauer 2018 trotz Rekorderlösen schlechter verdient als in den Vorjahren. Unter anderem drücken hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf das Verhältnis von Umsatz zu operativem Gewinn.

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(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, höhere Zölle und die Probleme mit dem neuen Abgasprüfverfahren WLTP haben die Autokonzerne im vergangenen Jahr viel Geld gekostet. Die Gewinnmargen – also der Anteil vom operativen Gewinn am Umsatz – lagen nach einer am Dienstag veröffentlichten Analyse der Unternehmensberatung Ernst & Young im vierten Quartal bei 5 Prozent und damit auf dem tiefsten Stand seit 2009. Auf das gesamte Jahr gesehen betrug die Marge 5,7 Prozent nach 6,4 Prozent 2017.

Zwar konnten die 16 führenden Autokonzerne ihre Umsätze dank der anhaltend hohen Nachfrage nach SUV um 2,8 Prozent auf 1,6 Billionen Euro steigern – den höchsten jemals in einem Kalenderjahr erzielten Umsatz. Trotzdem können es sich die Konzerne angesichts der Entwicklung hin zur Elektromobilität nicht leisten, ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung zurückzufahren.

Am meisten gaben Volkswagen mit 12,1 Milliarden Euro und Toyota mit 8,2 Milliarden Euro aus. Gemessen am Umsatz investierte allerdings BMW mit einem Anteil von 5,5 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsausgaben an den Erlösen am meisten – gefolgt von General Motors mit 5,3 Prozent und Volkswagen mit 5,1 Prozent.

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