Unwetterkatastrophe Gießener Autoverkäufer packt mit an und sucht weitere Helfer

Autor / Redakteur: Doris Pfaff / Doris Pfaff

Die Not seiner Freunde im Katastrophengebiet im Kreis Ahrweiler lässt Pascal Stieler nicht los. Derzeit packt der Gießener Autokaufmann den Transporter voll mit Werkzeugen und Arbeitsgeräten. Wer sich anschließen oder anderweitig helfen will, kann sich an ihn wenden.

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Pascal Stieler vom Autohaus Neils & Kraft GmbH & Co. KG in Gießen macht sich mit einem Transporter aus dem Autohaus auf ins Katastrophengebiet, um dort mit anzupacken.
Pascal Stieler vom Autohaus Neils & Kraft GmbH & Co. KG in Gießen macht sich mit einem Transporter aus dem Autohaus auf ins Katastrophengebiet, um dort mit anzupacken.
(Bild: Autohaus Neils & Kraft)

Seit Jahren verbringt der 26-jährige Pascal Stieler vom Autohaus Neils & Kraft in Gießen viel Zeit am Nürburgring. Er ist Mitglied eines Rennteams und nimmt am Langstrecken-Pokal teil. Inzwischen hat er dort viele Freunde, die ihm so wichtig sind, als gehörten sie zu seiner Familie.

Als er von der Unwetterkatastrophe erfuhr, zögerte er deshalb keine Minute. Sein Chef stellte ihm einen Firmentransporter zur Verfügung. Mit dem macht er sich an diesem und folgenden Wochenende auf den Weg.

„Ich will bei den Aufräumarbeiten helfen. Bis die wichtigste Infrastruktur wie Wasser und Strom wieder aufgebaut ist, kann es bis Oktober dauern“, sagt Stieler. Diese Information habe ihm ein Freund aus Bad Neuenahr gegeben, der wie Stieler der Freiwilligen Feuerwehr angehört.

„Wer sich anschließen möchte oder generell Fragen hat, wie man womit vor Ort helfen kann, darf sich gerne an mich wenden. Ich bin in der Region dort bestens vernetzt und habe viele Freunde und Bekannte“, sagt Stieler. Er selbst fahre auch nicht planlos ins Katastrophengebiet, sondern habe seine Hilfe beim Katastrophenschutz am Nürburgring angemeldet.

Dort wird die Hilfe koordiniert. Stieler: „Wer mitkommen und anpacken möchte, ist willkommen. Alles was man braucht, ist ein Besen, eine Schaufel, Handschuhe, Masken und Energie.“

Besondere Erfahrungen müsse keiner mitbringen. Natürlich sei handwerkliches Geschick und Können von Vorteil, ebenso Erfahrungen durch ein ehrenamtliches Engagement etwa bei der Feuerwehr oder dem THW, aber das sei keine Voraussetzung. „Es geht rein ums Anpacken, Dreck beiseite räumen und darum, den Menschen vor Ort Mut zu machen“, betont Stieler.

Wer ihn unterstützen möchte, kann sich per Mail an Pascal Stieler wenden oder telefonisch unter 0152 01605235.

Wer selbst nicht anpacken kann, aber dennoch helfen möchte, kann den ZDK-Spendenaufruf unterstützen.

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