Vergleichstest Gipfeltreffen mit vorhersehbarem Ausgang

Autor: Jens Rehberg

Der neue S 500 gegen die beiden älteren A8 60 TFSIe und 745e, beide plug-in-hybridisiert – ist das nicht der Vergleich eines Apfels mit zwei Birnen? „Auto Motor und Sport“ macht es trotzdem.

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Mercedes-Frontleuchte mit 47 Swarovski-Kristallen.
Mercedes-Frontleuchte mit 47 Swarovski-Kristallen.
(Bild: Hersteller)

Wenig überraschend gewinnt die S-Klasse (666 Punkte) einen aktuellen Vergleichstest gegen den A8 (634) und den Siebener aus München (655). „Konkurrenzlos komfortabel, enorm fahrsicher, bestens abgesichert, auch ohne Hybrid effizient und stark motorisiert“, lautet das Fazit von Sebastian Renz in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe 11 der „Auto Motor und Sport“. Der Sieg wäre noch deutlicher ausgefallen, hätte die S-Klasse ohne Plugin-Hybrid nicht in Sachen CO2-Ausstoß und WLTP-Verbrauch so viele Punkte gegen die mit Plug-in-Hybrid ausgestattete Konkurrenz liegen lassen. Und auch der um einen fünfstelligen Betrag höhere Grundpreis des Mercedes hat den Vorsprung auf den Oberklasse-BMW auf Platz 2 noch etwas zusammenschmelzen lassen.

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Im Hinblick auf die für Luxuskarossen entscheidenden Kriterien Souveränität und Komfort kommt der Redakteur allerdings im typischen Stil des Magazins nicht ums Schwärmen für die S-Klasse drumherum: „Zart nur umhaucht der Wind die Karosserie, während der kultivierte Lauf des Reihensechszylinders sacht aus den Tiefen des Maschinenraums emporrauscht.“ Zudem „überflausche“ die herausragende Luftfederung des Mercedes selbst kraterige Unebenheiten unmerklich. Über eine solche Technik verfügen zwar auch A8 und Siebener, doch bei der Konkurrenz sei die Federung nicht so geschmeidig.

Den brillanten Federungskomfort ergänze eine fast unerschütterliche Fahrsicherheit. Selbst bei exponiertem Tempo lasse sich die neue S-Klasse einfach in die Kurve lenken, viel tiefer und enger, als es bei 2,1 Tonnen Gewicht zu erwarten wäre – was der Allradlenkung zuzuschreiben ist. Bis 60 km/h lenken die Hinterräder um maximal 10 Grad entgegen den Vorderrädern ein. Trotz einer stattlichen Länge von 5,18 Metern meistere die S-Klasse deshalb auch enge Kurven im Parkhaus meisterlich.

Natürlich überzeugten auch BMW und Audi den Redakteur mit ihren Top-Modellen, reichten aber meist nicht an die Standards von Mercedes heran. Dazu kamen in dieser Klasse schwer nachvollziehbare Defizite wie die viel zu komplizierte Bedienphilosophie beim A8 und eine maximale Batterieladeleistung von 3,7 kW beim 745e.

Allein bei Laufkultur und Durchzugskraft sieht die „Auto Motor und Sport“ BMW und Audi leicht vor der S-Klasse.

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