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GM schließt mehrere Werke: Fast 15.000 Stellen fallen weg

| Autor: Christoph Seyerlein

General Motors baut gewaltig um. Der US-Hersteller setzt künftig stärker auf elektrifizierte Fahrzeuge. Das kostet mehreren Werken die Daseinsberechtigung – und damit vielen Mitarbeitern die Jobs.

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General Motors legt in Nordamerika mehrere Werke still.
General Motors legt in Nordamerika mehrere Werke still.
(Bild: General Motors)

Der Umbau bei General Motors nimmt Fahrt auf. Wie der US-Autobauer am Montag bekannt gab, will er sich künftig deutlich stärker auf elektrifizierte und selbstfahrende Autos konzentrieren. Mehrere zuletzt wenig nachgefragte Modelle werden gestrichen – und damit auch insgesamt fünf Standorte in Nordamerika.

Auf der Streichliste stehen etwa der Chevrolet Cruze, der Cadillac CT6 und der Buick Lacrosse. Von seinen Werken nimmt GM nach eigenen Angaben im kommenden Jahr die Fabriken in Oshawa (Kanada), Detroit-Hamtramck, Lordstown sowie die Motorenwerke in White Marsh und Warren vom Netz. Auch zahlreiche Stellen will der Hersteller streichen: Offenbar sollen bis zu 14.700 Jobs wegfallen, das sind etwa 15 Prozent aller GM-Arbeitsplätze in Nordamerika. GM-Chefin Marry Barra sagte am Montag: „Wir passen die Kapazität der Realität am Markt an.“

Der Konzern erhofft sich durch den Umbau Einsparungen von gut 4,5 Milliarden US-Dollar bis Ende 2020. Außerdem will General Motors die Investitionen um 1,5 Milliarden Dollar kürzen. Bereits im Oktober hatte GM etwa 50.000 Beschäftigten in Nordamerika ein Abfindungsprogramm angeboten. Der Autobauer hatte zuletzt mit der sinkenden Nachfrage nach Limousinen zu kämpfen, zudem belasteten Zollstreitigkeiten das Unternehmen.

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