Hochauflösende Bilder Golf-Flotte sammelt Straßendaten

Redakteur: Nick Luhmann

Ohne gute Karten dürften automatisierte Autos Orientierungsschwierigkeiten bekommen. Bosch arbeitet nun an passenden Daten – und bedient sich dabei der Schwarmintelligenz.

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Hochauflösende Karten helfen dem automatisierten Auto bei der Orientierung.
Hochauflösende Karten helfen dem automatisierten Auto bei der Orientierung.
(Bild: Bosch)

Europas VW-Golf-Fahrzeuge kartografieren gerade den Kontinent. Der Zulieferer Bosch nutzt die Fahrzeuge der aktuellen Generation gemeinsam mit Wolfsburg zum automatisierten Datensammeln. Aus den Informationen von Kamera, Radar und Fahrdynamiksystemen sollen hochauflösende digitale Karten für das automatisierte Fahren erstellt werden. Zur Anwendung kommen sollen diese ab 2023.

Das Fahrzeug sammelt die Daten ohne Zutun des Fahrers und sendet sie an eine Cloud, wo sie gespeichert und mit dem Input anderer Autos abgeglichen werden. Die so entstandene „Kartensignatur“ enthält neben reinen Straßenverläufen unter anderem auch Verkehrszeichen, Orientierungspunkte in der Landschaft und andere topographische Daten. Sie ermöglicht künftig eine auf den Dezimeter genaue Selbstlokalisierung des Fahrzeugs – eine wichtige Voraussetzung für die Orientierung des Autos im automatisierten Betrieb.

Der Golf soll nur das erste Modell in einer ganzen Flotte von Datensammlern sein. Mit rund 23.000 verkauften Einheiten war der Kompakte in den ersten fünf Monaten des Jahres das meistverkaufte Modell des Kontinents. Laut Bosch werden weitere Modelle folgen.

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