Google-Brille droht Verbot am Steuer

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Viele Deutsche wollen auch im Auto nicht aufs Internet verzichten – und setzen große Hoffnungen in die angekündigte Datenbrille Google Glass. Möglicherweise jedoch umsonst.

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Ob die Google-Gläser auch beim Autofahren getragen werden dürfen, ist derzeit noch unklar.
Ob die Google-Gläser auch beim Autofahren getragen werden dürfen, ist derzeit noch unklar.
(Foto: Google)

Die Datenbrille „Google Glass“ könnte die Internetnutzung unterwegs und damit auch im Auto einfacher machen. Online-affine Pkw-Fahrer warten deshalb schon auf die für 2014 angekündigte Technik, wie aus einer Umfrage der Marktforschungsagentur Puls hervorgeht.

Laut der Erhebung ist die Google-Brille immerhin einem Drittel der deutschen Autofahrer bereits bekannt, obwohl sie noch nicht zu kaufen ist. In dieser Gruppe könnten sich wiederum 45 Prozent vorstellen, das Gerät während der Fahrt zu nutzen. Rund 30 Prozent bekunden sogar konkretes Kaufinteresse an der Brille mit Internetzugang, die Informationen nach Art eines Head-up-Displays in das Sichtfeld des Trägers projiziert.

Möglicherweise werden die Hoffnungen auf eine Autofahrt mit permanenter Online-Verbindung aber enttäuscht. Denn noch ist unklar, ob die Brille in Deutschland überhaupt für den Straßenverkehr zugelassen wird. Auf Anfrage teilte das Bundesverkehrsministerium mit, dass zunächst das Maß der Beeinträchtigung der Sicht durch die jedenfalls teilweise Überdeckung eines Auges geprüft und bewertet werden müsse.

Die Regierung von Großbritannien hat bereits angekündigt, die Nutzung von „Google Glass“ während der Fahrt verbieten zu wollen, weil sie eine Ablenkung des Fahrers befürchtet. Auch in den USA wird eine entsprechende Gesetzesinitiative diskutiert.

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