Suchen

Gotthard König startet mit Vespa-Store in Hamburg

| Autor: Andreas Grimm

Der Mehrmarkenhändler aus Berlin hat ein neues Standbein: den Vertrieb von Vespa-Modellen. Nun hat die König-Gruppe in Hamburg einen Exklusiv-Shop für die Roller eröffnet. Die bisher schon ansehnlichen Verkaufszahlen der Sparte sollen deutlich steigen.

Firma zum Thema

Die Autohausgruppe Gotthard König hat in Hamburg einen Vespa City Store eröffnet und ist damit im stationären Handel erstmals in Westdeutschland tätig.
Die Autohausgruppe Gotthard König hat in Hamburg einen Vespa City Store eröffnet und ist damit im stationären Handel erstmals in Westdeutschland tätig.
(Bild: Autohaus König)

Das Autohaus Gotthard König verstärkt sein Engagement für die Zweiradmarke Vespa. In Hamburg hat der Mehrmarkenhändler am zurückliegenden Wochenende eine markenexklusive Verkaufsstelle für Vespa-Roller eröffnet. Es ist der siebte „Vespa König City Store“ des Mehrmarkenhändlers – und gleichzeitig die erste stationäre Verkaufsstelle des Unternehmens in Westdeutschland. Den Gesamtabsatz mit Rollern soll der neue Standort um ein Drittel erhöhen.

Mit Vespa war die Auto-König-Gruppe vor 16 Monaten in Berlin am Ku’damm gestartet. Seither sind drei weitere Verkaufsstellen in der Hauptstadt sowie je eine in Leipzig und Halle hinzugekommen. An drei Standorten – in Spandau, Leipzig und Halle – ergänzt das Rollergeschäft den Automobilvertrieb. „Vor allem zu den FCA-Marken passt es sehr gut“, sagt Dirk Schumacher, Marketingchef des Autohauses.

Bildergalerie

Dass die König-Gruppe nun nach Hamburg ausgegriffen habe, sei aber nicht gleichbedeutend mit einer Ausdehnung der stationären Präsenz im Autohandel, tritt er im Gespräch mit »kfz-betrieb« möglichen Spekulationen entgegen. Vielmehr habe der Händler bei der Auswertung der Online-Anfragen festgestellt, dass im Raum Hamburg eine große Nachfrage zu verzeichnen gewesen war. „Darauf haben wir reagiert – und in Rücksprache mit Vespa zugeschlagen.“ Vespa passe einfach gut zum Hamburger Lifestyle, sind sich die Verantwortlichen in der Handelsgruppe sicher.

In der Hansestadt, im Stadtteil Wandsbek, hat König ein altes Kino-Gebäude aus den 1970er Jahren angemietet und in den letzten zehn Wochen mit viel Eigenleistung des Centerleiters Swen Gutknecht und des König-eigenen Handwerker-Trupps zum Vespa-Store umgebaut. Den Invest kann Schumacher daher nur schätzen, „vielleicht im Gegenwert von etwa 50.000 Euro“.

600 Vespa pro Jahr

Der Vespa König Store in Hamburg ist 400 Quadratmeter groß. Dort sind zunächst fünf Mitarbeiter beschäftigt, davon drei im Verkauf und zwei in der Werkstatt. „Unser Ziel ist es, in diesem Jahr 600 Vespa zu verkaufen“, wird Centerleiter Gutknecht in einer Pressemitteilung zitiert. 26 Stück wechselten schon am Eröffnungswochenende den Besitzer. Insgesamt verkaufte die König-Gruppe im letzten Jahr 1.856 Vespa Modelle. In diesem Jahr sollen es nun 2.500 werden.

Dass das Vespa-Engagement eingeschlagen hat, liegt wohl auch an der Übertragung vieler Konzepte des Automobilvertriebs auf das Zweirad-Geschäft. Mit den Rollern ist König online präsent, weshalb sich auch Kunden von weit her melden – etwa aus dem Ruhrgebiet oder Bayern. Den Vertrieb erleichtert zudem ein Leasingangebot über die Santander-Bank für die 50-ccm-Modelle: für 29 Euro Leasingrate können Interessenten den Roller direkt vom Hof mitnehmen. Verkauft und ausgeliefert wird zudem generell bundesweit.

Angesichts der Entwicklung fällt Dirk Schumacher ein Zwischenfazit des Vespa-Engagements leicht: es funktioniert. An den FCA-Standorten seien Synergien mit den Autointeressierten festzustellen, auch kommen Vespa-Modelle dort als Ersatzfahrzeuge gut an. Eine generelle Entscheidung, den Vespa-Vertrieb auszudehnen, verneint er aber.

(ID:46665579)

Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«