Fahrbericht Grandland Hybrid kommt mit Nachtsicht

Autor / Redakteur: sp-x / Lena Sattler

Opel hat sein großes SUV überarbeitet. Neu ist unter anderem das Nachtsichtgerät mit Wärmebild-Kamera. Durch Feinarbeit gelang es zudem, die elektrische Reichweite der Plug-in-Versionen zu steigern – damit es auch weiter die Förderung gibt.

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Opel hat sein SUV-Flaggschiff Grandland modernisiert: Es ist jetzt als Benziner, Diesel sowie in zwei Plug-in-Varianten verfügbar.
Opel hat sein SUV-Flaggschiff Grandland modernisiert: Es ist jetzt als Benziner, Diesel sowie in zwei Plug-in-Varianten verfügbar.
(Bild: Opel)

Bei der Traditionsmarke mit dem Blitz funkt es wieder. In den ersten sieben Monaten legten die Opel-Zulassungen in Deutschland um satte 35,5 Prozent zu, die 100.000-Stück-Marke wurde nur knapp verfehlt. Ein gutes Zehntel davon trägt den Schriftzug Grandland am Heck. Das SUV hat sich seit seinem Erscheinen vor vier Jahren gut 300.000-mal verkauft hat, davon blieben 70.000 im Heimatland.

Das kompakte SUV ist also ein wichtiges Modell für die deutsche Marke im neuen europäisch-amerikanischen Riesenkonzern Stellantis. Der Grandland, der jetzt auf das „X“ im Namen verzichtet, soll künftig eine noch wichtigere Rolle spielen. Deswegen hat der Hersteller dem Modell ein Facelift angedeihen lassen, das es durchaus in sich hat.

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Das Motoren-Angebot ist schon aus dem bisherigen SUV bekannt. Je ein Benziner und ein Diesel für die Traditionalisten, dazu zwei Hybrid-Versionen, deren Batterie an der Steckdose aufgeladen werden kann. Der Verzicht auf Änderungen bei Antrieb und Fahrwerk ist nachvollziehbar, da sich der Opel seine Technik-Basis mit den Schwestermodellen Peugeot 3008 und Citroen C5 Aircross teilt. Verwechslungen mit den Franzosen vermeidet nun das sogenannte Vizor-Gesicht des kleineren Mokka. Es soll durch seine schmale und schwarze Anmutung an ein dunkles Helm-Visier erinnern. Optische Modernität statt Einerlei, der Grandland will in der Herde der angesagten SUV unverwechselbar sein.

Elektrische Reichweite von 64 Kilometern

Das gelingt auch dank Scheinwerfern mit Matrix-LED, die 168 Segmente zur taghellen Ausstrahlung vor dem Auto nutzen. 1.350 Euro werden dafür extra fällig. Wer weitere 1.000 Euro investiert, kann darüber hinaus auch die dunkelste Nacht zum Tag machen: Mit „Night-Vision“, einem Nachtsichtgerät mit Wärmebild-Kamera, das Menschen oder Tiere auf der Ferne erkennt und im Armaturenbrett schemenhaft erkennbar macht. Das gibt es bisher nur in teuren Edel-Modellen von Audi und Co. Ebenfalls neu im Grandland, aber auch schon im Mokka im Einsatz sind die beiden Monitore mit zusammen 22 Zoll, die von einem Chromrahmen behütet für all die Informationen sorgen, die die Elektronik im Programm hat.

Und davon gibt es vor allem auch im Grandland mit zwei Herzen jede Menge. Das etwas bescheidenere Modell hat wie bisher auch einen 1,6-Liter-Benziner unter der Haube, der von einem 81 kW/110 PS Elektromotor unterstützt wird. Zusammen kommt das Duo auf 165 kW/224 PS. Alles wie gehabt also. Doch Opel ist es gelungen, die elektrische Reichweite zu erhöhen. Bis zu 64 Kilometer sind im Idealfall jetzt zu schaffen, rund zehn Kilometer mehr als bisher. „Alles durch Detailarbeit wie an der Aerodynamik oder der Software“, sagt Thomas Overhaus, der für die Grandland-Familie zuständig ist.

Bis zu 225 km/h möglich

Der Verzicht auf Neuerungen beim Antrieb sorgt auch für identische Fahrleistungen und ein unverändertes Fahrgefühl. Beeindruckend wie bei vielen der Zwei-Herz-Auto sind Beschleunigung und Durchzugskraft. 360 Newtonmeter versorgen die Vorderachse, wenn die beiden Motoren gemeinsam zu Werke gehen. Mit einer möglichen Spitze von 225 km/h kann der Opel sogar beim Prestige-Duell auf der linken Spur mitmischen. Dann allerdings geht der 13,2-Kilowattstunden-Batterie der Saft natürlich schneller aus als es dem Fahrer lieb sein kann.

Gute Nachricht für die Opelaner unter den SUV-Fans: Der rund 45.000 Euro teure Grandland Hybrid bleibt von der behördlichen Streichliste des Förderprogramms verschont. Rund 7.200 Euro gibt es in Summe, vor allem für Leasingkunden eine Verlockung. Das mehr als 10.000 Euro teurere und bärenstarke Flaggschiff mit Allradantrieb und gleich zwei E-Motoren (einer vorn, einer hinten) profitiert von knapp 6.000 Euro Förderung.

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