Große Autohändler gestalten die Digitalisierung in Eigenregie

Sonderheft nimmt Deutschlands Autohändler zum elften Mal unter die Lupe

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: Becker-Tiemann)

Schon lange ist die Frage nicht mehr, ob die digitale Transformation im Automobilhandel kommt, sondern wann. Die Antwort haben viele große Autohändler in Deutschlands nun gegeben: „Jetzt“. Sie haben 2017 interne Arbeitsgruppen und Initiativen gestartet, deren Ergebnisse im nun bevorstehenden Jahr sichtbar werden. Damit tragen sie den veränderten Konsumgewohnheiten Rechnung und bieten der Generation Y, den Millennials (Jahrtausendern), womit sie groß geworden ist: den Warenkauf am Bildschirm.

Um bei der Digitalisierung Schritt zu halten, baut beispielsweise die AHG-Gruppe (Horb) aktuell ein eigenes Team auf, das als „virtuelles Autohaus“ alle Abteilungen und Prozesse digital abbilden soll. Es hat die Aufgabe, einerseits die Digitalisierung nach innen voranzubringen und Lösungen zu finden, um Prozesse zu automatisieren. Andererseits soll es auch darum gehen, wie der digitale Umgang mit dem Kunden künftig stattfinden soll. Die Glinicke-Gruppe (Kassel) hat einen Leiter Digitalisierung für die gesamte Gruppe installiert. Er verantwortet künftig in der Unternehmensführung die digitale Transformation des Unternehmens, womit das Thema an der Spitze der Autohandelsgruppe verankert ist. Und das Autohaus Hermann baut sich seinen Online-Shop für den Fahrzeugverkauf – in Eigenregie und mit den selbst ausgebildeten jungen, motivierten und onlineaffinen Mitarbeitern.

Viele Herausforderungen

Die großen Autohändler Deutschlands beschäftigt derzeit aber nicht nur die fortschreitende Digitalisierung. Von der Elektromobilität über die Diesel- und damit verbundene Gebrauchtwagenproblematik bis hin zu neuen Vertriebsformaten oder zusätzlichen Wachstumsfeldern – die Strategien der Top-100-Händler sind vielschichtig. „Im Jahr 2018 geht es im Automobilhandel in erster Linie darum, wie sich das physische und digitale Geschäft gewinnbringend miteinander verknüpfen lässt“, fasst »kfz-betrieb«-Chefredakteur Wolfgang Michel die Entwicklungen zusammen.

Im Vergleich zu den Vorjahren befinden sich einige Autohausgruppen nicht mehr in der Spezialausgabe. Im elften Jahr ihres Erscheinens hat die Redaktion bezüglich der porträtierten Unternehmen klare Kriterien festgelegt: Der jährliche Absatz von Neu- und Gebrauchtwagen muss in Summe mindestens 4.000 Einheiten betragen. Ebenso muss die Autohausgruppe neben dem Neu- und Gebrauchtwagenverkauf auch ein Servicegeschäft betreiben, also Vollfunktionsbetrieb sein. Der Hauptstandort, sprich die Unternehmenszentrale, darf sich nicht im Ausland befinden. Und zu guter Letzt musste die Geschäftsleitung der Veröffentlichung von Unternehmenskennzahlen zustimmen.

Bereits zum elften Mal präsentiert das Fachmedium »kfz-betrieb« zum Jahresende die Erfolgsstrategien der großen Autohändler Deutschlands. Die Spezial-Ausgabe ist ein Branchennavigator für Vertrieb und Service im deutschen Automobilhandel und ein Who´s who der großen Player für Neu- und Gebrauchtwagen sowie Nutzfahrzeuge. Die Redaktion zeigt, was die guten Autohändler erfolgreich macht, welche Unternehmen zu den Top 100 zählen, wie die Netzstrukturen der Hersteller und Importeure aufgebaut sind und welche Händler bei welchen Marken am erfolgreichsten sind.

Die »kfz-betrieb«-Schwerpunktausgabe „Die großen Autohändler Deutschlands“ (Ausgabe 50/2017) können Sie online auf der Webseite www.kfz-betrieb.de zum Preis von 8,30 Euro bestellen.

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