China-Marken „Große Hersteller haben die besten Chancen“

Autor Andreas Wehner

ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann ist überzeugt, dass sich chinesische Fabrikate auch in Deutschland etablieren werden – wenn auch auf niedrigem Niveau. Was aussichtsreiche Kandidaten ausmacht und worauf potenzielle Handelspartner achten müssen, erläutert sie im Interview.

Antje Woltermann, Geschäftsführerin Betriebs-, Volkswirtschaft und Fabrikate beim ZDK.
Antje Woltermann, Geschäftsführerin Betriebs-, Volkswirtschaft und Fabrikate beim ZDK.
(Bild: Promotor)

Redaktion: In den letzten Jahren ist aus den Versuchen, chinesische Autos in Deutschland an den Start zu bringen, nichts geworden. Inzwischen werden chinesische Autos in Deutschland bereits verkauft, weitere Fabrikate stehen kurz vor dem Start. Sind da denn jetzt Marken dabei, die sich etablieren werden?

Antje Woltermann: Im Moment ist das schwer zu sagen. Aktuell macht die Corona-Pandemie das doppelt schwierig. Denn eine Händlerorganisation aus dem Homeoffice aufzubauen, ist nicht so einfach. Das unterschätzt der Eine oder Andere vielleicht. Aber ich gehe davon aus, dass von den Marken, die aktuell den Start wagen, letztlich auch einige bleiben werden, ja.

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Bei wem sehen Sie die besten Chancen?

Ich denke, dass die Geely-Fabrikate, die an Volvo angedockt sind – Polestar und Lynk & Co – gute Chancen haben. Auch hinter MG und Maxus steckt mit SAIC ein starker Hersteller mit einer Strategie für Europa. Und die beiden Fabrikate sind ja bereits in einigen europäischen Ländern aktiv. Der Erfolg wird jedoch letztlich davon abhängen – und das gilt für alle Marken – wie die Organisation aussieht, die den Import verantwortet.