Autoklassiker Großes Design für kleines Geld: Günstige Autoklassiker

Quelle: dpa/tmn

Werden Autos Ikonen genannt, ist es meistens zu spät: Schnäppchen sind sie dann nicht mehr. Dennoch gibt es einige erschwingliche Modelle. Sieben Geheimtipps.

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Der Fiat Panda wurde zwischen 1980 und 2003 millionenfach gebaut.
Der Fiat Panda wurde zwischen 1980 und 2003 millionenfach gebaut.
(Bild: Fiat)

Unter den schönen Autos gibt es viele übliche Verdächtige. Beispiele? Der Porsche 911, der Mercedes SL „Pagode“, BMW 507 oder der Jaguar E-Type. Ihr Design gefällt vielen, doch werden sie sehr teuer gehandelt. Wie sehr der Hype Preise in die Höhe schießen lassen kann, zeigte 2018 ein Ferrari 250 GTO, der bei einer Auktion erst bei über 48 Millionen Dollar unter den Hammer kam.

Doch im Windschatten solcher hinreißenden, bekannten und oft sündhaft teuren Klassiker, fahren auch Designstücke oder günstigere Charaktertypen, die keinen Lottogewinn erfordern. Sieben Beispiele mit Experteneinschätzungen sowie Preisbeispielen und typischen Schwachstellen vom Marktbeobachter Classic Data.

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Triumph GT6

Triumph GT6: Der offene Triumph Spitfire dürfte nicht nur Freunden britischer Oldtimer ein Begriff sein – weit unbekannter aber ist die geschlossene Version GT6. Verkauft wurde das Coupé zwischen 1966 und 1973, für das Design des Zweisitzers mit dem knackigen Heck und der langen Fronthaube sorgte der Italiener Giovanni Michelotti. Er war auch für BMW oder Maserati tätig.

Marius Brune von Classic Data weist auf die äußerlichen Ähnlichkeiten zum Jaguar E-Type hin, die auch damals schon ins Auge fielen. Schnell bekam der Zweisitzer mit dem schweren Sechszylinder unter der Haube, der den TR6 auf maximal 180 km/h brachte, den Spitznamen „Poor man's E-Type“ verpasst.

Preisschild: Der Marktwert für einen GT6 Mk III mit 77 kW/105 PS (Baujahr 1970 bis 1973) liegt bei 16.700 Euro (Erhaltungszustand 2) und 9.300 Euro (Erhaltungszustand 3).

Typische Schwachstellen: Rost im Schwellerbereich, für den Sechszylinder unterdimensionierter Antriebsstrang (Antriebswellen, Kreuzgelenke, Differential). Die Ersatzteilversorgung ist gut und auf überraschend günstigen Niveau.

Fiat Panda

Fiat Panda: Der Kleinwagen aus Italien ist pure Massenware, millionenfach wurde er zwischen 1980 und 2003 gebaut. Für Designprofessor Paolo Tumminelli von der TH Köln ist die von Giorgio Giugiaro gestaltete „tolle Kiste“ (Werbeslogan in Deutschland) so etwas wie „das Existenzminimum auf Rädern“ – aber eben weit mehr als das. Er sieht im kistenförmigen Kleinwagen „ein Maximum an Nutzwert, Nachhaltigkeit und Sympathie“ – in dieses Horn stieß auch schon die einstige Werbekampagne.

Mittlerweile aber genieße Giugiaros Designobjekt höchste Anerkennung unter Sammlern und werde selbst „von Automobilfeinschmeckern um St. Moritz herum demonstrativ als Alltagsauto“ gefahren. Kult ohne krassen Kostenfaktor: „Kaum ein anderes Automobil kann günstiger erworben und unterhalten werden.“

Preisschild: Der Marktwert für einen dreitürigen Panda 45 mit 33 kW/45 PS (1980 bis 1985) liegt bei 5.900 Euro (2) und 3.400 Euro (3).

Typische Schwachstellen: Rost ist das Hauptproblem und findet sich überall. Kleine Fehler wie bei Elektrik oder Türschlössern gehören zum Panda-Alltag.

Corvette C6

Corvette C6: Mit der Corvette erschuf Chevrolet in den 1950er-Jahren eine Sportwagenikone. Filmstars fuhren sie und fahren sie auch noch heute. Im Laufe der Jahrzehnte ist der Glamour der Pionierzeit verblasst – was die Sechstauflage, die zwischen 2005 und 2013 gebaute C6 zu einer Art Geheimtipp unter den vollwertigen Sportwagen macht.

Designprofessor Lutz Fügener attestiert dem US-Car „eine klassische, wenig dekorierte Form.“ Das Modell sei „relativ zeitlos und dadurch langlebig“, sagt der Leiter des Studiengangs Mobilität und Design der Hochschule Hof. Dass der von Fans so genannten „Vette“ mit dem Alu-Chassis Sportwagen-Gene innewohnen, zeigen die drehmoment- wie hubraumstarken V8-Motoren an. Fügener rät zu möglichst unverbauten Exemplaren. Anderenfalls drohe das klassische Image schnell zu kippen. Gebaut wurde die C6 als Coupé mit herausnehmbaren Targa-Dach und als Cabrio Convertible.

Preisschild: Der Marktwert für ein C6-Coupé mit 297 kW/404 PS (2005 bis 2013) liegt bei 30.100 Euro (2) und 20.000 Euro (3).

Typische Schwachstellen: Der Innenraum mit billig wirkendem Plastik ist oft in die Jahre gekommen. Achtung bei späteren US-Importen, diese haben oft schlechtere Bremsen und Fahrwerke. In Europa vermarktete Modelle wurden extra umgerüstet.

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