Großes Lob für die Nachwuchskräfte

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Mit ausgezeichneten Leistungen haben die Auszubildenden der Innung Melsungen überzeugt. Doch gute Nachwuchskräfte zu bekommen, werde künftig schwerer, warnte Obermeister Rudi Hupfeld.

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Gute Arbeitsmoral und Qualität hat Lehrlingswart Joachim Mücke bei der Mitgliederversammlung der Innung Melsungen dem Nachwuchs bescheinigt. „Bei der Gesellenprüfung sind sowohl bei Teil 1 als auch bei Teil 2 gute Ergebnisse erzielt worden“, sagte Mücke. Auch von der Berufsschule sei den Auszubildenden ein gutes Arbeitsverhalten bescheinigt worden.

Allerdings rechnet Mücke damit, dass die Innung die demographische Entwicklung zu spüren bekommt. Die Einwohnerzahlen sind in der Region rückläufig. Experten gehen davon aus, dass der Kreis Schwalm-Eder, zu dem die Innung Melsungen gehört, rund ein drittel seiner Einwohner bis 2050 verliert. Zwar sei die Zahl der Auszubildenden derzeit noch stabil, allerdings sei es für die Betriebe schwerer, geeignete Bewerber zu finden, so Mücke.

Um dennoch gute Nachwuchskräfte zu bekommen, empfahl Obermeister Rudi Hupfeld den Betrieben, frühzeitig den Kontakt zu Jugendlichen zu suchen. „Ein Praktikum ist eine gute Möglichkeit, einen geeigneten Auszubildenden zu finden“, empfahl Hupfeld.

Damit ein qualifiziertes Urteil möglich sei, müssen Jugendliche jedoch einige Zeit im Betrieb verbringen. Kurzpraktika über ein bis zwei Tage, wie sie von Schulen zum Teil angefragt werden, lehnte Hupfeld ab. „Die Jugendlichen müssen mindestens eine Woche im Betrieb verbringen“, so Hupfeld, besser seien zehn Arbeitstage.

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