Gurtprobleme: Volkswagen-Konzern ruft über 400.000 Autos zurück

Modelle von VW und Seat betroffen

| Autor: Andreas Grimm

Von dem Rückruf ist auch der aktuelle VW Polo betroffen.
Von dem Rückruf ist auch der aktuelle VW Polo betroffen. (Bild: VW)

Der Volkswagen-Konzern ruft 219.000 Polo des aktuellen Modelljahres wegen Problemen mit Gurtschloss-Halterungen der Rückbank zurück. Das Problem betrifft zudem 191.000 Seat-Modelle der Baureihen Ibiza (Modelljahre 2017 und 2018) und Arona (Modelljahr 2018), deren Gurtschlösser ähnlich konfiguriert seien, sagte ein VW-Sprecher am Freitag in Wolfsburg.

Bei den betroffenen Fahrzeugen könne es bei schnellen Spurwechseln mit fünf Menschen an Bord dazu kommen, dass zwei Gurtschlösser der Rücksitzbank übereinander gedrückt werden und das Schloss des äußeren linken Sitzes unbeabsichtigt aufspringt. Auf das Problem hatte eine finnische Zeitschrift nach einem Test hingewiesen.

Der Autobauer habe bereits eine technische Lösung erarbeitet, die das verhindere, heißt es in einer Mitteilung von VW Pkw. Diese soll per Rückrufaktion und mittels einer Produktionsänderung für die Fahrzeuge der aktuellen Generation umgesetzt werden. Der Hersteller steht in Kontakt mit den Behörden, die Rückrufaktion soll nach Angaben von Seat Deutschland in den nächsten Wochen starten. Die Fahrzeughalter werden dann ein Schreiben erhalten mit der Bitte, einen Termin mit einem Vertragshändler zu vereinbaren. Die Maßnahmen sind für die Autobesitzer kostenlos.

Beide Marken wiesen darauf hin, dass die betroffenen Modelle weiterhin gesetzlich zugelassen sind und daher „weiter sicher gefahren werden können“. Gleichzeitig raten VW Pkw und Seat den Kunden, „vorsorglich den mittleren Rücksitz vorerst nicht zu benutzen“, bis die Fahrzeuge die neuen Gurtschlösser erhalten haben.

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