Audi „Gute Händler müssen proaktiv sein“

Das Gespräch führte Christoph Seyerlein

Im Sommer 2021 hat Philipp Noack den Posten als Audi-Deutschland-Chef übernommen. Im Gespräch mit »kfz-betrieb« verriet er nun erstmals, wie er sich die Zusammenarbeit mit dem Handel vorstellt.

Philipp Noack kehrte im Sommer 2021 aus Japan nach Deutschland zurück.
Philipp Noack kehrte im Sommer 2021 aus Japan nach Deutschland zurück.
(Bild: Audi)

Den Start hatte sich Philipp Noack anders vorgestellt. Seit August 2021 verantwortet der 48-Jährige die Geschäfte von Audi in Deutschland. Seitdem ist er vor allem als Krisenmanager gefragt: Fehlende Materialien und rasch steigende Corona-Infektionszahlen erschweren das Geschäft. Eine der ersten Maßnahmen, die Noack mit anschob, war im September eine Anpassung des Händler-Bonussystems. Die Performance-Ziele wurden abgesenkt. Seitdem hat sich die Lage nicht verbessert. Mancher Audi-Partner hoffte deshalb auf ein weiteres Entgegenkommen des Herstellers. Ende November reagierten die Ingolstädter tatsächlich erneut; der Performance-Bonus blieb diesmal allerdings unangetastet. Zum Ärger manches Händlers.

Im Gespräch mit »kfz-betrieb« schilderte Noack nun die Vorgehensweise des Konzerns genauer. „Unser Händlernetz steht finanziell gut da. Wir schauen uns das regelmäßig an. Aktuell können wir keine Schieflage erkennen. Die meisten unserer Händler werden 2021 im Vergleich zum Vorjahr sehr gut abgeschlossen haben. Und das, obwohl wir 2020 ein sehr starkes zweites Halbjahr hatten“, so der Deutschlandchef. Die durchschnittliche Händlerrendite bei Audi wollte Noack nicht verraten. Auch diese bewege sich aber über dem Wert von 2020.