Ssangyong „Guter Zuspruch“

Das Gespräch führte Andreas Wehner

Ssangyong steckt in Korea im Sanierungsprozess. Das hat auch Auswirkungen auf den deutschen Markt. Geschäftsführer Ulrich Mehling ist optimistisch, in der zweiten Jahreshälfte wieder durchstarten zu können. Auch das Händlernetz soll wachsen.

Ulrich Mehling hofft auf die zweite Jahreshälfte.
Ulrich Mehling hofft auf die zweite Jahreshälfte.
(Bild: Ssangyong)

Redaktion: Das KBA hat für Ssangyong 2021 knapp 1.600 Neuzulassungen ausgewiesen, ein Minus von rund zehn Prozent. Wie bewerten Sie das Jahr?

Ulrich Mehling: Das vergangene Jahr war für uns vor allem von zwei Faktoren geprägt. Da war einerseits die Corona-Pandemie mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen und andererseits das Court-Receivership-Verfahren bei unserem Hersteller in Korea. Nach dem Ausstieg des Mehrheitseigners Mahindra & Mahindra befindet sich Ssangyong in einem Sanierungsprozess unter gerichtlicher Verwaltung. Das sorgte für Verzögerungen bei der Produktion. Aktuell wird dort nur in einer Schicht produziert. Hinzu kommt die Halbleiterproblematik. Alles in allem haben wir daher nicht die Zulassungszahlen erreicht, die wir uns erhofft hatten.

Wie ist der Jahresstart gelaufen?

Die Nachfrage ist gut. Wir haben einen hohen Auftragsbestand – sowohl von Händler- als auch von Kundenseite. Wir spüren aber immer noch die schlechte Verfügbarkeit. Das spiegelt sich natürlich in den Zulassungszahlen wider. Wir sind allerdings optimistisch, dass sich das im Lauf des Jahres wieder verbessert. Wir gehen davon aus, dass in Korea ab Juli wieder im Zweischichtbetrieb produziert wird und wir dann deutlich mehr Fahrzeuge erhalten.