Audi Haben große Terminals Zukunft, Herr Bauer?

Autor Christoph Seyerlein

Vor Kurzem verabredeten wir uns mit Christian Bauer digital zum Interview. Zwei Tage später gab Audi bekannt, dass er zum 1. Mai als Deutschlandchef abgelöst werden wird. Wir veröffentlichen das Gespräch trotzdem und zeigen, welche Themen auf Bauers Nachfolger zukommen.

Nach knapp zwei Jahren gibt Christian Bauer am 1. Mai die Verantwortung für Audis Deutschland-Geschäft ab. Er wechselt auf eine andere Vertriebs-Position im Konzern.
Nach knapp zwei Jahren gibt Christian Bauer am 1. Mai die Verantwortung für Audis Deutschland-Geschäft ab. Er wechselt auf eine andere Vertriebs-Position im Konzern.
(Bild: Audi)

Redaktion: Herr Bauer, als Bundesregierung und Länder Mitte Dezember den zweiten Lockdown verhängten, hatten die meisten Händler Hoffnung, dass am 11. Januar damit Schluss sein würde. Jetzt bleiben die Beschränkungen für viele beinahe ununterbrochen mindestens bis Mitte April aufrecht. Wie dramatisch ist die Lage für die Audi-Händler?

Christian Bauer: Die Verkündung des zweiten Lockdowns hat Viele im ersten Moment demotiviert – privat wie beruflich. Aber wir haben schnell positiv nach vorne geschaut. Wir sind seit Beginn des Jahres insgesamt sehr gut unterwegs, trotz Lockdown. Die dritte Welle ist sicher kein gutes Zeichen. Aber unsere Händler sagen: ‚Wir wissen, wie wir damit umgehen müssen.‘ Wir können auf Erfahrungen zurückgreifen und das Geschäft läuft weiter. Unsere Partner gehen sehr professionell mit der Situation um. Natürlich würden wir uns wünschen, dass die Autohäuser komplett öffnen dürften. Unsere Händler haben hervorragende Hygienemaßnahmen. Alle wären vorbereitet. Aber die Spielregeln sind, wie sie sind.

Im Handel gab es teils Enttäuschung über das Krisenmanagement Audis in der zweiten Corona-Welle. Warum sind Ihre Hilfsmaßnahmen spärlicher ausgefallen als noch im Frühjahr 2020?

Mich hat viel zustimmendes Feedback erreicht. Die Stimmung ist positiv. Wir haben Standards ausgesetzt, sind den Händlern bei den Trainingsmaßnahmen entgegengekommen, fördern den Verkauf und haben Boni frühzeitig ausgezahlt. Wir sind also sehr aktiv. Und wir stehen ständig mit dem Partnerverband im Austausch. Das Paket ist eigentlich das gleiche wie in der ersten Welle. Und das kommt sehr gut an.