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Händler halten Eigenzulassungen im ersten Halbjahr stabil

| Autor: Andreas Grimm

Das Neuwagengeschäft ist im ersten Halbjahr 2019 nochmals leicht gewachsen. Ursächlich vorangetrieben hat die Entwicklung vor allem das Firmenkundengeschäft. Der gewerbliche Boom sorgte für Zurückhaltung bei den taktischen Zulassungen.

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(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Das leichte Neuwagenabsatzplus im ersten Halbjahr 2019 um 0,5 Prozent ist laut einer Auswertung der Marktforschung Dataforce vor allem das Resultat einer investitionsfreudigen Wirtschaft. In den vergangenen sechs Monaten legten die Neuzulassungen durch Unternehmer und Flottenkunden auf 458.500 Einheiten zu. Das sind 9,3 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2018. Damals hatte dieses Marktsegment mit knapp 420.000 Einheiten einen Bestwert erreicht.

Dass dieser Trend relativ stabil zu sein scheint, zeigte sich im Juni: Trotz des deutlich rückläufigen Gesamtmarkts (-4,7 %) blieben die Flottenzulassungen noch leicht im Plus (+0,3 %), während der Privatmarkt (-10,0 %) deutlich auf Talfahrt war.

Etwas weniger rückläufig entwickelte sich der Privatkundenmarkt im ersten Halbjahr. Über diesen Personenkreis fanden knapp 668.000 Neuwagen den Weg auf die Straßen. Das waren laut Dataforce etwa 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Allerdings hatten damals die neu eingeführten Umweltprämien den Markt etwas verzerrt.

Angesichts der weitgehend guten Absatzsituation hielt der Handel die Eigenzulassungstätigkeit weitgehend stabil. Im ersten Halbjahr wurden 344.500 Neuwagen vom Handel erstmals zugelassen. Das waren 0,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wesentlich deutlicher fiel der Rückgang der Eigenzulassungen bei den Herstellern aus (-8,4 %). Allerdings kletterten im Gegenzug die Erstzulassungen der Autovermieter um 7 Prozent auf 217.200 Einheiten.

Anhaltender Boom im Transportermarkt

Wesentlich stärker zugelegt als der gesamte Kfz-Markt hat im ersten Halbjahr 2019 das Teilsegment der Transporter. In dieser Kategorie untersucht Dataforce die Entwicklung der Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities. Die Transporterzulassungen legten den Angaben zufolge seit Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent auf 292.600 Einheiten zu. Auch hier trug das Firmenkundengeschäft zur Entwicklung bei: In diesem Segment kletterten die Neuzulassungen um 9,0 Prozent auf knapp 130.000 Einheiten. Doch auch das Privatkundengeschäft lief gut, 70.500 Privatkunden entschieden sich für ein transporterartiges Gefährt (+2,2 %).

Auffällig sind die starken Zuwächse im Bereich Vermietgeschäft (+ 21,6 %). Die Aktivitäten der Hersteller verliefen dagegen zurückhaltender. 14.350 Erstzulassungen bedeuten ein Plus von 2,4 Prozent. Selbst der Handel war im ersten Halbjahr 2019 in diesem Segment aktiver als im Vorjahreszeitraum. 48.300 Eigenzulassungen bedeuten ein Plus von 21,6 Prozent.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«