Mercedes-Benz Händler klagen gegen Agenturmodell in Australien

Autor Martin Achter

In Deutschland haben alle Mercedes-Vertreter die Verträge für das Agenturmodell unterschrieben, das Mitte 2023 kommen soll. In Australien dagegen verklagt die Händlerschaft jetzt den Hersteller wegen der geplanten Neuerungen. Damit will die Händlerorganisation weltweit die Einführung bremsen.

Klage gegen Mercedes-Benz in Australien: Händler gehen rechtlich gegen das geplante nationale Agenturmodell vor.
Klage gegen Mercedes-Benz in Australien: Händler gehen rechtlich gegen das geplante nationale Agenturmodell vor.
(Bild: Daimler)

Australiens Mercedes-Benz-Händler wehren sich rechtlich gegen die Einführung des neuen Agentur- und Onlinedirektvertriebsmodells „Vertrieb der Zukunft“ (VdZ) auf ihrem Kontinent. Händlerpartner hätten beim australischen Bundesgericht am Dienstag (Ortszeit) eine entsprechende Klage gegen den Hersteller eingereicht, teilte die Australian Automotive Dealer Association (AADA) mit. Der Klagewert belaufe sich auf umgerechnet 415 Millionen Euro.

„Die Klage soll Mercedes-Benz daran hindern, weitreichende Änderungen am Geschäftsmodell der Händler zu erzwingen und das bisherige Geschäftsmodell der Händler durch ein Festpreis-Agenturmodell zu ersetzen“, erklärte die Händlerorganisation. Vier von fünf australischen Händlern hätten sich zusammengetan, um das Agenturmodell anzufechten.