Skoda-Partnerverband Händler sehen zahlreiche offene Fragen und Missstände

Autor Andreas Grimm

Die langjährige Aufwärtsentwicklung von Skoda in Deutschland ist vorerst gestoppt. Zur fehlenden Ware gesellen sich die Sorgen um den Agenturvertrieb und die generelle Aufstellung des Fabrikats. Auf ihrer Jahrestagung hatten die Skoda-Partner viele Fragen.

Die deutschen Skoda-Händler leiden derzeit stark unter der Chip-Krise, der Marktanteil der Tschechen ist zuletzt um ein Drittel geschrumpft.
Die deutschen Skoda-Händler leiden derzeit stark unter der Chip-Krise, der Marktanteil der Tschechen ist zuletzt um ein Drittel geschrumpft.
(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

In der Skoda-Händlerschaft hat die positive Grundstimmung der vergangenen Jahre einen Knacks bekommen. Auf der Jahrestagung des Verbands der Skoda-Vertragspartner (VDS) wurde unter anderem das Unbehagen über die Liefersituation, die nur langsame Verbesserung von Prozessproblemen und die zukünftige Aufstellung der Marke deutlich. Die Verunsicherung scheint beim Hersteller aber angekommen zu sein. Skoda-Vorstandschef Thomas Schäfer persönlich bat um Geduld und versprach, Verbesserungen mit aller Kraft voranzutreiben.

Die gut 250 anwesenden Händler der Tagung am Samstag in Berlin hatten zuvor die Berichte aus den Arbeitskreisen des Verbands mit Applaus quittiert, die auf die Fehlentwicklungen aufmerksam machten. Zum Beispiel verdeutlichte Christian Melzer vom Arbeitskreis IT, dass der Digitalisierungsschub, den die Corona-Pandemie ausgelöst hat, bei Skoda nicht angekommen zu sein scheint. „Die eingesetzten IT-Systeme sollten den Handel unterstützen und nicht zu Mehraufwand führen – und schon gar nicht zu Bonusverlusten.“