Faaren

„Händlermarken sind lokal stärker als Fahrzeugmarken“

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Wie viele Abos werden aktuell pro Woche in etwa über Faaren abgeschlossen?

Daniel Garnitz: Die genaue Zahl möchten wir nicht nennen. Aber nur mal ein Beispiel: Kürzlich war ja mal wieder Black Week. Ein Händler hat in der Woche allein über 100 Abo-Neukunden gewonnen.

Welche Modelle sind dabei denn besonders gefragt?

Konstantin Stenzel: Wir haben sehr viele individuelle Anfragen. Es geht nicht immer um den günstigsten Preis. Kunden haben stattdessen ganz spezielle Anforderungen. Und wir haben durch unsere breite Händlerschaft die Möglichkeit, diese bestmöglich zu bedienen.

Bei Faaren ist kürzlich mit Joachim Spahl (58) ein erfahrener Auto-Mann (Stationen unter anderem bei Volkswagen, Fiat Chrysler und Nissan) als General Manager eingestiegen. Wieso ist es für ein Start-up wichtig, auch solchen Input aus der vermeintlichen „Old Economy“ zu bekommen?

Daniel Garnitz: Der Kontakt zu Joe kam über einen unserer Investoren zustande. Als ich seine Vita gesehen habe, war mein erster Gedanke: Ok, er will sich wohl auch bei uns beteiligen. Wir haben uns dann getroffen. Dabei hat er uns richtig gelöchert, denn er hat viele Beziehungen in den Handel, die ihm wichtig sind. Umso besser hat das dann zusammengepasst. Und jetzt ist er unser General Manager.

Als ich Joes Vita gesehen habe, war mein erster Gedanke: Ok, er will sich wohl auch bei uns beteiligen.

Daniel Garnitz

Was erhoffen Sie sich davon?

Daniel Garnitz: Joe muss niemandem mehr etwas beweisen. Er bringt bei uns Strukturen rein. Wir haben sehr viel vor der Brust, dafür brauchen wir aktive Leute mit Erfahrung und wollen diese auch. Dass Joe jetzt bei uns arbeitet, war letztendlich unser Wunsch.

Und die Start-up-Kultur kann er einfach so annehmen?

Daniel Garnitz: In dem Zusammenhang war der eine oder andere Investor erst einmal skeptisch. Aber Joe konnte alle schnell überzeugen. Es passt vor allem auch menschlich.

Was sind Ihre nächsten Schritte?

Daniel Garnitz: Mit der Skalierung geht es schneller, als wir das erwartet hatten. Auch dafür ist Joe Spahl übrigens prädestiniert. Er hält uns den Rücken frei, denn wir können nicht alle gleichzeitig auf 1.000 Hochzeiten tanzen.

Können Sie das konkretisieren?

Daniel Garnitz: Die Produktentwicklung ist abgeschlossen, den Product Market Fit haben wir erreicht. Jetzt rollen wir Faaren groß aus. Wir möchten als nächstes unser Team auf 40 Kolleginnen und Kollegen erweitern. Und wir brauchen die Leute so schnell wie möglich. Uns fehlen aktuell die Ressourcen. Es ist ein Wahnsinn, was auf uns zukommt. Faaren wird in einem Jahr schon völlig anders aussehen. Eines wird aber bleiben, egal, mit wem wir zusammenarbeiten: Wir sind Software-Anbieter für Abo-Lösungen und suchen nach Möglichkeit den Einbezug von Händlern.

Das Interview erschien zuerst bei unserem Schwesterportal Next-Mobility.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility/Entwicklungsredakteur