Händlerumfrage: Optimismus schwindet

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Michael Eidenmüller, Inhaber und Geschäftsführer von Auto-Scholz, „war im dritten Quartal zwar auf der Zielgeraden“, verzeichnet jedoch einen geringeren Auftragseingang bei den Neuwagen, was er auf die Ferienzeit zurückführt. Wie seine Kollegen auch, verspürt der Manager einen hohen Wettbewerbsdruck, der sich auf die Margen niederschlägt.

Bei den Gebrauchtwagen beklagt er rückläufige Absatzzahlen. „Sinkende Erträge, resultierend aus falschen Restwerteinschätzungen bei Leasing- und Finanzierungsgeschäften, belasten die Ertragssituation zusätzlich“, berichtet Eidenmüller. Auch der Servicebereich falle im Vorjahresvergleich schlechter aus; gerade Rückgänge bei Garantie- und Kulanzabwicklungen sowie bei den Lackier- und Karosseriearbeiten hätten hier einen hohen Anteil.

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Die Lkw-Sparte bewegte sich nach Aussagen Eidenmüllers in den letzten neun Monaten auf einem ähnlichem Auftragsniveau wie 2011, die Nachfrage nach Transportern habe leicht nachgelassen. Beim Service freut er sich hingegen über einen leicht positiven Trend.

Erfolg mit Telefonaktionen

Für die letzten Monate des Jahres erwartet der Automobilhändler eine Zunahme im Gesamtgeschäft. Positiv schätzt Eidenmüller die Entwicklung der Absatzzahlen im letzten Jahresdrittel vor allem wegen der Markteinführung der neuen A-Klasse, ein. Diese soll das Geschäft pushen, was man bei Scholz jedoch nicht däumchendrehend beobachten, sondern aktiv angehen wird.

Erfreulich verlieft das Neuwagengeschäft beim Autohaus Wicke in Bochum. "Die Neuwagenauftragseingänge liegen bei uns im dritten Quartal bei fast 100 Prozent des geplanten Jahreszieles", ist Uwe Gehrmann zufrieden. Dies sei vor allem das Ergebnis erhöhter Marketing- und Telefonaktionen sowie einer Veranstaltung im Herbst. Mitunter durch den Auslauf des Golf 6 bleibt die Rabattsituation weiter angespannt.

Die Entwicklung bei den Gebrauchtwagen ging in den letzten drei Monaten stetig bergauf und veranlasste den Geschäftsstellenleiter sogar zu Jahreswagenzukäufen - bei befriedigenden Erträgen. Das Servicegeschäft will Gehrmann nach der Sommerflaute wieder ins Laufen bekommen, indem er gezielt mit Marketingmaßnahmen entgegensteuert. Insgesamt geht der Geschäftsmann von einem guten Jahresverlauf aus und erwartet für die kommenden Monate in allen Bereichen noch eine Belebung.

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