Vertriebs Award 2021 Hahn-Gruppe erreicht im Pop-up-Store neue Zielgruppen

Autor: Yvonne Simon

Die Marke Porsche einer größeren Zielgruppe zugänglich machen und gleichzeitig die Bekanntheit der eigenen Autohäuser stärken: Das schaffte die Hahn-Gruppe mit dem Pop-up-Store „Porsche Now“. Mit dem Konzept holte Hahn den Sieg im Vertriebs Award 2021 in der Kategorie „Vertriebsformat“.

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Im Pop-up-Store erreichte die Hahn-Gruppe eine jüngere Zielgruppe als in den Porsche-Zentren.
Im Pop-up-Store erreichte die Hahn-Gruppe eine jüngere Zielgruppe als in den Porsche-Zentren.
(Bild: Hahn-Gruppe)

„Raus aus dem Autohaus, hin zum Kunden“ – gemäß dieser Prämisse hatte die Hahn-Gruppe einen Mietvertrag für einen 170-Quadratmeter-Store im Sindelfinger Kaufhaus Breuningerland unterschrieben. Von Mai bis Dezember letzten Jahres betrieb das Unternehmen dort unter dem Namen „Porsche Now“ den ersten Sales-Pop-up-Store der Zuffenhausener Marke in Deutschland.

Ziel war es einerseits, Porsche für eine größere Zielgruppe erlebbar zu machen und Berührungsängste abzubauen. Genauso wichtig war es der Autohaus-Gruppe mit Hauptsitz in Fellbach aber auch, die Bekanntheit der Marke Hahn und ihrer fünf Porsche-Zentren rund um Stuttgart zu steigern.

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Beides gelang im Pop-up-Store mit einer Mischung aus physischer und digitaler Präsentation. Wer den Store besuchte, konnte seinen Traumwagen vor Ort konfigurieren und ihn dann mithilfe einer VR-Brille zum Leben erwecken.

Das Fahrzeugangebot der Porsche Zentren der Gruppe lief über die Bildschirme, und Mitarbeiter des Fellbacher Unternehmens standen auf Wunsch jederzeit beratend zur Seite. Vor Ort waren immer ein Betreuer und mindestens ein Verkäufer – an Tagen mit viel Betrieb sogar bis zu drei Verkäufer. Aktionen und Veranstaltungen auf den Flächen des Kaufhauses sorgten für zusätzliche Aufmerksamkeit – soweit es Corona zuließ. Eine große Aktion mit Fahrsimulatoren konnte die Gruppe leider nicht umsetzen. Dafür konnten beispielsweise einige Workshops für die Kunden stattfinden, unter anderem mit Rednern der Porsche AG.

Besonders im Fokus stand im Store das Thema E-Mobilität. Und so gab es den Elektro-Sportwagen Taycan live vor Ort zu entdecken. Das Fahrzeug ins Breuningerland zu holen, war allerdings nicht ganz unkompliziert. Denn aufgrund der Brandschutzauflagen musste die Batterie ausgebaut werden. Trotzdem sollten die Instrumente im Fahrzeug funktionieren. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller ersetzte Hahn die Batterie schließlich durch einen Dummy.

Wer die Porschemotoren in Aktion erleben wollte, hatte die Möglichkeit, am Einkaufszentrum eine Probefahrt mit dem Wunschmodell zu unternehmen. Und Schnellentschlossene konnten den kompletten Kaufprozess bis zum ausgedruckten Vertrag vor Ort durchlaufen.

Mehr als 15.000 Besucher

Nach sechs Monaten war klar: Der Schritt ins Einkaufszentrum hat sich gelohnt. Hahn erreichte Kunden – gerade auch jüngere Zielgruppen –, die von sich aus wohl nicht ins Porsche-Zentrum gekommen wären. Insgesamt besuchten mehr als 15.000 Menschen den Store. Elf Kaufabschlüsse wurden direkt vor Ort getätigt oder im Nachgang eines dortigen Verkaufsgesprächs unterzeichnet. Dazu sammelte die Gruppe knapp 300 wertvolle Adressen von Interessenten. Weitere Geschäfte dürften also folgen. Ein weiterer Erfolgsindikator: Die Gruppe fragte die Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden mit dem Konzept ab. Die Werte seien sehr hoch gewesen, berichtet die Geschäftsführung.

Typisch für Pop-up-Konzepte: Sie sind zeitlich begrenzt. Und so wurde aus „Porsche Now“ mittlerweile die „Cupra Pop-up-Garage“. Auch sie kommt gut an. Allein in den ersten zehn Tagen verkaufte Hahn sieben Fahrzeuge.

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Von der spanischen Performance-Marke präsentiert Hahn zwei Modelle vor Ort. Wie im Porsche-Store sind immer mindestens zwei Mitarbeiter zur Stelle, um die Kunden zu betreuen.

Die Angebote und Aktivitäten im Pop-up-Store begleitet Hahn mit einem eigenen Instagram-Account. Dort verloste das Unternehmen beispielsweise einen 500-Euro-Gutschein für das Breuningerland. Und auch die ersten 25 Käufer vor Ort durften sich über einen solchen Gutschein freuen.

Welche Marken dann nach Cupra ins Breuningerland einziehen, steht noch nicht fest – das 1919 gegründete Familienunternehmen verkauft neben Porsche und Cupra die Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Seat und Skoda. Denkbar ist ein markenübergreifendes Hahn-Mobilitätscenter. Dabei könnten sämtliche Mobilitätsdienstleistungen, Ladeinfrastruktur und Mikromobilität eine Rolle spielen. Insgesamt läuft der Mietvertrag der Hahn-Gruppe mit dem Breuningerland drei Jahre.

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Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel