Automobilia-Auktion Hammer, was alles unter den Hammer kommt

Autor: Steffen Dominsky

Die einen suchen ein rares Ersatzteil für ihren Oldtimer, die anderen schmücken ihren Klassiker zu Hause gerne mit etwas passendem Beiwerk. Für beide Spezies haben die Auktionen von Automobilia Ladenburg das passende Angebot.

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Sie such(t)en ein paar originale Fotos vom Filmdreh zu „Le Mans“ mit Steve McQueen? Kein Problem: Bei der Auktion von Automobilia Ladenburg gab’s genau die zu kaufen!
Sie such(t)en ein paar originale Fotos vom Filmdreh zu „Le Mans“ mit Steve McQueen? Kein Problem: Bei der Auktion von Automobilia Ladenburg gab’s genau die zu kaufen!
(Bild: Seidel)

Fast sein ganzes Leben hat Winfried A. Seidel der Marke Benz im Speziellen und Oldtimern im Allgemeinen gewidmet. So gehen auf des bekannten Sammlers Konto unter anderem das Carl-Benz-Museum in Ladenburg oder der weltbekannte bzw. weltgrößte Oldtimermarkt Veterama. Getreu der alten Weisheit „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ verwundert es kaum, dass Winfried A. Seidel auch seinen Sohn frühzeitig mit dem Oldievirus infizierte. So verdingt sich der gelernte Kfz-Mechaniker Marcel Seidel seit 2000 als Auktionator, Fachgebiet Automobilia. Mit seinem Unternehmen Automobilia Ladenburg bietet er zweimal pro Jahr jenen Menschen eine Plattform, die im wahrsten Sinne des Wortes „alles Mögliche“ rund ums Thema historische Pkws, Zweiräder und Nutzfahrzeuge entweder verkaufen oder kaufen möchten. Auch Marcel Seidels Ruf und sein Angebot haben mittlerweile weltweit Anerkennung gefunden.

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Anfang November kamen in Ladenburg an zwei Auktionstagen wieder mehrere Tausend Artikel unter den Hammer – 3.090 Artikel, um genau zu sein. Gut 80 Prozent erhielten einen Zuschlag, sprich wurden tatsächlich verkauft. Was für illustre Gegenstände zu was für illustren Preisen versteigert wurden, zeigt folgende kleine Auswahl: So erzielte der Sturzhelm von Ayrton Senna aus der Formel-1-Saison von 1988 einen sage und schreibe sechsstelligen Wert. Senna wurde in diesem Jahr zum ersten Mal Weltmeister. Der Helm war dem neuen Besitzer rund 102.000 Euro wert. Ein original Rennanzug von Jim Clark erreichte 29.640 Euro. Clark trug den Anzug von Les Leston in der Rennsaison 1963/1964. Doch auch wer das eine oder andere Ersatzteil für seinen Oldie suchte, wurde in Ladenburg fündig. So ging der Tacho eines Porsche 356 Gmünd von 1949 für 10.070 Euro über den Tresen. Unter der Lotnummer 1.443 brachte es ein originales Antriebsaggregat eines Porsche 2.7 Carrera RS auf 71.100 Euro.

Mehr für die heimische Vitrine bzw. die Wohnzimmerwand empfahl sich unter anderem unter der Lotnummer 3.076 eine Auto-Union-Bronzeskulptur von Bernd Rosemeyer – Ergebnis: 7.700 Euro. Fast denselben Preis erzielte unter der Lotnummer 2.063 ein Porsche-Werbeplakat „Fahren in seiner schönsten Form“ von 1956 (7.230 Euro). Auf gleichem Niveau ein Ölgemälde von Walter Gotschke über die Targa Florio 1924: 7.110 Euro. Etwas günstiger kam ein Interessent von Filmnegativen des Grand Prix Bern 1936–1938 zu seinem Schatz: Er musste 3.556 Euro bezahlen. Für die Hälfte dieses Preises gab es einen Satz Filmnegative des Films „Le Mans“ mit Steve McQueen: 1.778 Euro wurden hier erzielt. Dagegen musste der neue Besitzer für originale Dokumente von einem Porsche 917 – also nur „ein bisschen Papier“ – 17.700 Euro berappen. Wer mehr über diese und generell die Auktionen aus Ladenburg erfahren möchte, findet auf der Webseite weitere Informationen.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group