Hardenberg investiert 3,7 Millionen Euro in Skoda-Betrieb

Autor: Andreas Grimm

In Karlsruhe modernisiert die Hardenberg-Gruppe ihren Mehrmarkenstandort im Rahmen eines Fünfjahres-Projekts. Als erstes ist nun der Skoda-Vollfunktionsbetrieb fertig geworden. Die Pläne sehen weiteres Wachstum für die Marke vor.

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Die Graf-Hardenberg-Gruppe hat 3,7 Millionen Euro in ihren Skoda-Neubau in Karlsruhe investiert.
Die Graf-Hardenberg-Gruppe hat 3,7 Millionen Euro in ihren Skoda-Neubau in Karlsruhe investiert.
(Bild: Hardenberg-Gruppe)

Die Graf-Hardenberg-Gruppe hat am Samstag ihr neues Skoda-Autohaus in Karlsruhe pünktlich zum alljährlich bundesweit vom Importeur veranstalteten „Skoda-Buffet“ eingeweiht. Am Durlacher Tor hatte der Händler im Mai 2017 mit dem Neubau begonnen, der zugleich die CI-Vorgaben der Marke nun umsetzt. In die Immobilie investierte der Händler 3,7 Millionen Euro. Gut 500 Gäste zählte das Autohaus am Samstag zur Eröffnung.

Eigentlich ist im Skoda-Netz die CI-Umstellung inzwischen vollzogen, einige Standorte mit größeren Baumaßnahmen folgen nun mit etwas Verspätung. Von der Umsetzung der Vorgaben machte sich Michael Günther, Leiter der Skoda-Vertriebsorganisation, am Eröffnungstag selbst ein Bild. In Karlsruhe fand er einen 670 Quadratmeter großen Showroom vor, den unter anderem eine Werkstatt mit acht Hebebühnen, ein Messplatz zur Einstellung der Assistenzsysteme und eine Direktannahme ergänzen.

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Das Skoda-Gesamtgebäude kommt insgesamt auf eine Fläche von 1.160 Quadratmetern. Dort arbeiten künftig 24 Mitarbeiter rund um Standortleiter Jörg Pfeifer für die tschechische Marke, die jährlich 850 Neuwagen und 300 Gebrauchte vermarkten sollen. An der Mitarbeiterzahl zeigt sich zudem das Wachstumspotenzial, das sich die Hardenberg-Gruppe am Standort verspricht: Vor dem Beginn der Arbeiten waren 16 Mitarbeiter für Skoda tätig. Über alle Standorte hinweg vermarktete die Gruppe im vergangenen Jahr 1.450 Skoda-Neuwagen und beschäftigte für die Marke 60 Personen.

Die Hardenberg-Gruppe vertritt Skoda derzeit neben Karlsruhe auch an den Standorten Aach, Radolfzell und Offenburg. Ob weitere Standorte dazukommen, kann Kommunikationschefin Christina Hoeder derzeit nicht sagen, ausgeschlossen ist es wohl nicht. In Karlsruhe vertritt der Händler seit 1996 am nun neu errichteten Standort die Marke Skoda. Den Ausschlag zu der Millionen-Investition gab neben den CI-Vorgaben des Importeurs auch das fortlaufende Wachstum der Marke.

Fünfjähriges Bauprojekt am Standort

Mit der Skoda-Eröffnung sind die Arbeiten am Standort noch lange nicht beendet. Weitere vier Jahre lang soll der Standort umgebaut werden, wo die Hardenberg-Gruppe auch mit Ford, VW und Seat handelt. „Wir werden rund 30 Millionen Euro in unsere Autohäuser aller Marken am Standort Karlsruhe investieren, um unsere Kunden mit zukunftsorientierten Technologien und erlebnisorientierten Showrooms zu begeistern“, hatte Thomas Lämmerhirt, Vorstandsvorsitzender der Graf Hardenberg-Gruppe, anlässlich des Spatenstichs für den Skoda-Betrieb gesagt.

Zunächst wird nun aber eine Waschanlage auf dem Gelände abgebrochen, die einem Parkhaus mit 175 Plätzen weichen muss. Zudem soll noch im ersten Quartal 2018 das Autohaus del Sol (Seat) in das alte Skoda-Autohaus umsiedeln.

Die Graf-Hardenberg-Gruppe beschäftigt derzeit rund 1.300 Mitarbeiter an 14 Standorten in Baden-Württemberg. Der Händler vertritt die Marken Volkswagen, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Porsche sowie Ford. Mit dem Verkauf von jeweils rund 11.200 Neu- und Gebrauchtwagen erwirtschaftete die Gruppe im Jahr 2017 einen Umsatz von knapp 600 Millionen Euro.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«