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Hausdurchsuchung: Wenn Ermittler vor der Tür stehen

Autor / Redakteur: Harald Czycholl / Joachim von Maltzan

Eine Durchsuchung im Unternehmen bedeutet eine Stresssituation für die Geschäftsführung und die betroffenen Mitarbeiter. Wichtig ist, gut auf solche Situationen vorbereitet zu sein, Ruhe zu bewahren – und seine Rechte zu kennen.

Auch im Automobilhandel kommt es vor, dass die Behörden eine Hausdurchsuchung vornehmen.
Auch im Automobilhandel kommt es vor, dass die Behörden eine Hausdurchsuchung vornehmen.
(Bild: © - VRD - Stock.adobe.com)

Mitte Oktober in Rostock: Einsatz- und Zivilfahrzeuge des Zolls und der Polizei umstellen ein Autohaus. Bewaffnete Zollbeamte durchsuchen gemeinsam mit der Bundespolizei die Räumlichkeiten und stellen mehrere Ordner mit Steuer- und Finanzunterlagen sicher.

Längst nicht nur bei großen Konzernen kommt es vor, dass im Zuge von Wirtschaftsstrafsachen Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung, Kartellbehörden oder auch der Zoll mit einem Durchsuchungsbeschluss am Empfang stehen. Auch kleine und mittlere Unternehmen wie etwa Autohäuser sind immer wieder mit derartigen Maßnahmen der Ermittlungsbehörden konfrontiert – was natürlich auch für die Außenwirkung fatal ist. „Eine unangekündigte Durchsuchung kann jedes Unternehmen treffen“, betont Peter Giese, Rechtsanwalt am Stuttgarter Standort der Wirtschaftskanzlei CMS. Hierauf sollte sich daher auch jedes Unternehmen vorbereiten – und zwar am besten mit einem Notfallplan, der allen Mitarbeitern, die in Kontakt mit den Ermittlungsbeamten kommen könnten, bekannt ist. „Dieser Notfallplan enthält Handlungsanweisungen, was im Falle einer Durchsuchung zwingend beachtet werden muss und welche Mitarbeiter für was verantwortlich sind beziehungsweise wer wen informiert“, erklärt Giese.