Elektromobilität Heizung frisst im Winter viel Reichweite

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Die tatsächlich mögliche Reichweite ist weiterhin eine große Sorge beim Kauf eines E-Autos. Gerade komfortbewusste Fahrer müssen durch zugeschaltete Verbraucher mit Abschlägen rechnen. Welche Geräte wie viel Leistung fressen, hat der ADAC zusammengestellt.

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Zusatzverbraucher wie die Sitzheizung treiben den Stromverbrauch und senken die Reichweite von E-Autos.
Zusatzverbraucher wie die Sitzheizung treiben den Stromverbrauch und senken die Reichweite von E-Autos.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Beheizung im Elektroauto ist der Tod der Reichweite. Auf diesen Nenner lässt sich eine Übersicht des Autofahrerclubs ADAC bringen, die den Verbrauch elektrischer Zusatzgeräte im Auto auflistet. Vor allem der Zuheizer für den Innenraum, aber auch die beheizbare Frontscheibe, aber auch die Lüftung und die Sitzheizung fressen Energie. Bei Verbrennern muss die Lichtmaschine ran und erhöht durch ihre Arbeit den Benzin- oder Dieselverbrauch. Beim E-Auto saugen die Verbraucher dagegen direkt die Batterie leer.

Die Heizung – für den Innenraum, aber auch speziell für die Sitze, am Lenkrad oder für die Frontscheibe – ist im Winter eine willkommene und beliebte Komfortfunktion im Auto. Sie verbraucht aber eben auch Energie. Rechnet man die Verbräuche der unterschiedlichen Heiz-Funktionen zusammen, ist die Batterie nach einer Stunde Volllast um 3 Kilowatt leerer – ein durchaus spürbarer Verlust. Aber auch die Beleuchtung und der USB-Anschluss saugen am Akku.

Bei Verbrennern kommt der Strom ständig vom Generator. Je mehr Strom er liefern muss, desto schwerer dreht sich die Lichtmaschine und umso mehr muss sich der Verbrennungsmotor anstrengen, um sie anzutreiben. Dabei gilt die Faustformel: 100 Watt Leistung bringen einen Mehrverbrauch von 0,1 Litern Kraftstoff bzw. 0,1 Kilowattstunden Strom pro 100 Kilometer. Die Kosten sind dabei vor allem bei Stromern nicht das Problem.

Sind beispielsweise die Heizaggregate für Frontscheibe (800 Watt), Sitz (100 Watt), Lenkrad (50 Watt) und Außenspiegel (40 Watt) aktiv und gleichzeitig lädt das Handy (10 Watt), verteuert sich eine Fahrt von München nach Frankfurt auf den rund 400 Kilometern für Benziner um fast 6 Euro bzw. rund 1,25 Euro für Stromer. Der ADAC empfiehlt daher, elektrische Verbraucher nur einzuschalten, wenn sie unbedingt benötigt werden.

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