Zulieferkonzern Hella vertreibt die Ersatzteile von Faurecia

Von Jan Rosenow

Zwar hat der französische Faurecia-Konzern Hella aufgekauft, auf dem Aftermarket ist aber der Beleuchtungsexperte die deutlich größere Nummer. Deshalb nimmt Hella Aftermarket nun Faurecia-Produkte ins Programm.

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Auf der Automechanika 2018 stellte Faurecia sein „Easy 2 Fit“-System erstmals vor. Ab sofort wird es über Hella vertrieben.
Auf der Automechanika 2018 stellte Faurecia sein „Easy 2 Fit“-System erstmals vor. Ab sofort wird es über Hella vertrieben.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Zum 31. Januar 2022 hat der französische Zulieferkonzern Faurecia die Übernahme des deutschen Beleuchtungs- und Elektronikspezialisten Hella vollzogen. Die beiden Unternehmen treten künftig unter der gemeinsamen Dachmarke Forvia auf und bilden den siebtgrößten Automobilzulieferer weltweit.

Auch auf den Ersatzteilmarkt hat diese Akquisition ihre Auswirkungen. Besonders Faurecia dürfte davon profitieren, dass es seine Produkte künftig über die leistungsfähige Aftermarket-Organisation von Hella vertreiben kann. Doch auch deren Produktspektrum wächst dadurch deutlich an. Während Hella insbesondere für eine hohe Erstausrüstungskompetenz in den Bereichen Licht und Elektronik steht, ist Faurecia einer der weltweit größten Hersteller von Abgasanlagen. Die gemeinsamen Aftermarket-Aktivitäten starten deshalb zuerst in diesem Produktsegment.

So sind künftig die Abgasanlagen-Bausätze Easy 2 Fit von Faurecia im Aftermarket-Programm von Hella erhältlich. Mit etwa 3.300 verschiedenen Kits in vier Produktgruppen (Dieselpartikelfilter, Katalysatoren, Schalldämpfer, Rohr) lassen sich über 26.000 OE-Anwendungsreferenzen abdecken. Hierdurch werden Raum und Lagerkosten reduziert sowie die Logistik verschlankt. Durch die in Einzelteile aufgeteilten Anlagen sind nicht nur der Versand und die Lagerung einfacher abzuwickeln, sondern die Abgasanlagen lassen sich darüber hinaus auch von nur einer Person austauschen.

„Hella und Faurecia verfügen über eine hohe Erstausrüstungsexpertise in sich ergänzenden Produktfeldern. Dieses Know-how werden wir gemeinsam konsequent in den freien Teilemarkt transferieren“, sagt Stefan van Dalen, der das weltweite Aftermarket-Geschäft bei Hella verantwortet. Maryse Penny, Corporate Strategy Director bei Faurecia, ergänzt: „Wir freuen uns, mit Hella nun einen Partner mit einem leistungsstarken Aftermarket-Netzwerk an unserer Seite zu haben. Dadurch werden wir unsere Kundennähe weiter intensivieren und unser Wachstum im Aftermarket zusätzlich vorantreiben.“

Unter dem gemeinsamen Dach Forvia sollen beide Unternehmen als eigenständige, börsennotierte Einheiten agieren und ihre rechtlichen Bezeichnungen als Faurecia SE und Hella GmbH & Co. KGaA beibehalten. Auch die Produktmarken Hella, Hella Gutmann, Hella Pagid und Hella Valuefit bleiben im freien Teilemarkt weiter bestehen.

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