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Herbrand-Gruppe zentralisiert Nutzfahrzeuggeschäft in Krefeld

Autor: Viktoria Hahn

Das Nutzfahrzeuggeschäft der nordrhein-westfälische Herbrand-Gruppe ist umgezogen. In Krefeld-Fichtenhain steht nun auf 50.000 Quadratmetern Gelände ein Neubau, der speziell auf Lkw und Transporter zugeschnitten ist.

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Das Zentrum hat bereits im Februar den Betrieb aufgenommen. Der Bau dauerte knapp 22 Monate.
Das Zentrum hat bereits im Februar den Betrieb aufgenommen. Der Bau dauerte knapp 22 Monate.
(Bild: Herbrand)

Die nordrhein-westfälische Mercedes-Handelsgruppe Herbrand hat ihr Nutzfahrzeuggeschäft auf einem 50.000-Quadratmeter-Gelände zentralisiert: Gab es zuvor zwei Standorte in Mönchengladbach und Krefeld, die sich neben Mercedes-Pkw auch mit -Nutzfahrzeugen beschäftigten, hat der Händler letzteres Segment nun auf das neue Nutzfahrzeugzentrum auf „halber Strecke“ in Krefeld-Fichtenhain übertragen, erklärte ein Herbrand-Sprecher auf Nachfrage von »kfz-betrieb«. „Besonders günstig für das Geschäft ist natürlich, dass der Neubau direkt an der A44 liegt.“

Das Zentrum habe bereits im Februar dieses Jahres nach knapp 22 Monaten Bauzeit den Betrieb aufgenommen. Wegen der Corona-Pandemie habe es jedoch keine Eröffnungsfeier gegeben. Die Kunden wurden per Mail über die Neueröffnung informiert. Laut dem Herbrand-Sprecher sei der Betriebsstart aber trotz der Auswirkungen der Corona-Krise gut angelaufen und das Zentrum besonders mittlerweile sehr gut ausgelastet. In 2020 seien 10.000 Service Werkstattdurchläufe geplant. Außerdem wolle man im laufenden Jahr 800 Transporter-Neufahrzeuge, 650 gebrauchte Transporter und rund 300 Lkw-Neufahrzeuge verkaufen.

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Die architektonische Planung des Betriebs ist laut einer Pressemitteilung des Unternehmens gemeinsam mit dem Architekturbüro Beichler + Rohr und Experten von Daimler umgesetzt worden: Die 2.300 Quadratmeter große Lkw-Werkstatt verfügt über 12 Werkstattplätze und 2 Stempelhebebühnen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, komplette Sattelzugmaschinen bis zu einem Gewicht von 95 Tonnen zu heben. So können alle sechs Achsen zeitsparend bearbeitet werden. Falls ein Fahrzeug einmal nicht innerhalb der Öffnungszeiten von 7 bis 22 Uhr fertiggestellt werden kann, stehen für die Fahrer zwei kostenlose Schlafräume zur Verfügung.

Weiterhin stehen in der Fahrzeugausstellung im 800 Quadratmeter großen Schauraum und im Außenbereich Neufahrzeuge, Transporter-Vorführwagen von Citan über X-Klasse, V-Klasse und Sprinter, bis hin zu Wohnmobilen von Frankia bereit.

In einem eigenen Gebäudetrakt des Nutzfahrzeugzentrums befindet sich außerdem eine 750 Quadratmeter große Transporter-Werkstatt, die mit Stempelhebebühnen in unterschiedlichen Gewichtsklassen bis zu 6,5 Tonnen ausgestattet ist und über eine 3D-Achsvermessungsbühne verfügt. Darüber hinaus gibt es zwei Dialogannahmeplätze.

Digitalisierung und nachhaltige Energieversorgung

Der Betrieb entspreche außerdem dem „Retail-Excellence“-Programm (REX) des Daimler-Konzerns und sei damit einer der ersten in Deutschland. REX zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass der persönliche Kontakt im Autohaus mit digitalen Elementen bei der Beratung, dem Verkauf und dem Service kombiniert wird. Bei Herbrand finden Kunden beispielsweise 55-Zoll-Displays an den Wänden, mit deren Hilfe neue Fahrzeuge konfiguriert werden können.

Neben der Digitalisierung soll bei Herbrand auch die Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommen: Die Stromversorgung des gesamten Standortes erfolgt in den Sommermonaten vollständig autark über 1.900 auf den Dachflächen angebrachte Photovoltaik-Module. Auch bei der Heiz- und Kühltechnik setzt Herbrand auf eine nachhaltige Versorgung. 42 Erdsonden sorgen mittels Wärmepumpen in den Wintermonaten für eine Beheizung des Zentrums. In den Sommermonaten klimatisieren die Erdsonden den Betrieb ebenfalls durch eine sogenannte freie Kühlung.

In Krefeld-Fichtenau arbeiten laut Herbrand aktuell 76 Mitarbeiter, die von den beiden weiterhin bestehenden Betrieben in Krefeld und Mönchengladbach übernommen wurden. Außerdem haben die Verantwortlichen 20 neue Stellen geschaffen, die jedoch noch nicht alle besetzt wurden. Herbrand ist in Nordrhein-Westfalen an 16 Standorten mit Mercedes vertreten. Außerdem verfügt die Handelsgruppe über vier Mehrmarkenstandorte. Zur Investitionssumme in den neuen Betrieb wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

(ID:46753862)

Über den Autor

 Viktoria Hahn

Viktoria Hahn

Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG