Abgasuntersuchung Hessen schafft jetzt schon Eichpflicht für Messgeräte ab

Autor: Doris Pfaff

Kfz-Werkstätten in Hessen müssen dieses Jahr keine Anträge mehr stellen, um AU-Prüfgeräte eichen zu lassen. Das teilte der hessische Kfz-Landesverband mit. Andere Bundesländer warten noch die Veröffentlichung der Verordnung ab.

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In Hessen brauchen Kfz-Werkstätten keine Anträge mehr für die Eichung ihrer Messgeräte für die Abgasuntersuchung zu stellen.
In Hessen brauchen Kfz-Werkstätten keine Anträge mehr für die Eichung ihrer Messgeräte für die Abgasuntersuchung zu stellen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die hessische Eichdirektion greift der beschlossenen, aber noch nicht gültigen Abschaffung der Eichpflicht vor und schafft sofort die doppelte Prüfung der AU-Prüfgeräte für die Betriebe in Hessen ab. Eichungen sind ab sofort nur noch erforderlich, wenn die Eichfrist bereits abgelaufen ist oder wenn eine Instandsetzung mit Eingriff in das Messgerät stattfand.

Eigentlich müsste die Veröffentlichung der vom Gesetzgeber beschlossenen Änderungsverordnung im Bundesgesetzblatt abgewartet werden. Denn erst mit der Veröffentlichung tritt sie in Kraft und macht die bisher vorgeschriebene doppelte Prüfung der AU-Prüfgeräte überflüssig.

Formal gilt bis zu diesem Tag noch die Eichpflicht für AU-Messgeräte. Solange die Veröffentlichung nicht erfolgt ist, müssen Kfz-Werkstätten noch einen Antrag zur Eichung ihrer Geräte für das neue Jahr stellen. Die vorgeschriebene Frist dafür beträgt zehn Wochen vor Ablauf des Jahres.

In Absprache mit der Eichdirektion für Hessen konnte das hessische Kfz-Gewerbe erreichen, dass dieser unnötige bürokratische Akt den Kfz-Werkstätten erspart bleibt. Sie können diese Frist ignorieren, da die Hessen damit rechnen, dass noch in diesem Jahr die Änderung in Kraft tritt.

Während die Kfz-Werkstätten in Hessen einen Haken hinter die Eichpflicht machen können, warten alle anderen Eichdirektionen die Veröffentlichung der Verordnung ab. Sollte sie in den nächsten Wochen nicht kommen, müssten die Betriebe formal den Antrag bei ihren Eichbehörden stellen, um die Zehn-Wochen-Frist einzuhalten.

Das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg hatte seine Mitglieder bereits auf diese Problematik hingewiesen und geraten, sicherheitshalber einen Antrag zu stellen. Die Abteilung Werkstätten und Technik des ZDK hofft derzeit noch auf eine schnelle Veröffentlichung. Geschieht das nicht, will der Zentralverband die Betriebe frühzeitig auf die Antragsnotwendigkeit hinweisen.

(ID:47692021)

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 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik