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Heycar: Händler zahlen ab Oktober

| Autor: Martin Achter

In der Aufbauphase konnten Kfz-Betriebe kostenlos Fahrzeuge auf dem Online-Markplatz Heycar inserieren. Ab Oktober ist damit aber Schluss: Dann greift das neue Preismodell bei der Plattform. Diese geht dabei einen anderen Weg als Wettbewerber.

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Heycar-Geschäftsführer Markus Kröger will zum 1. Oktober ein Preismodell auf der Plattform einführen.
Heycar-Geschäftsführer Markus Kröger will zum 1. Oktober ein Preismodell auf der Plattform einführen.
(Bild: Volkswagen Financial Services/Heycar)

Kostenlos Fahrzeuge inserieren: Das ermöglichte die im vergangenen Jahr gestartete Onlinebörse Heycar aus dem Umfeld des VW-Konzerns Automobilhändlern bislang – wohl auch um möglichst schnell viele Partner zu gewinnen. Ab Oktober ist damit nun allerdings Schluss: Dann greift – wie angekündigt – das Preismodell der Plattform, wie der Betreiber jetzt auf Anfrage von »kfz-betrieb« bestätigte. Dieses sehe eine prozentuale Beteiligung der Börse am Transaktionspreis von verkauften Fahrzeugen vor.

Das Unternehmen habe in den vergangenen Monaten mit Händlerpartnern verschiedene Preismodelle getestet, erklärte Heycar. Das Ergebnis: „Zusammen haben wir uns auf ein erfolgsbasiertes Preismodell verständigt, das nur bei erfolgtem Kauf eines Fahrzeugs durch den vermittelten Kunden eine Erfolgsprovision vorsieht.“ Die Höhe des Abschlags richte sich „prozentual nach dem Verkaufspreis des angefragten Fahrzeugs“.

Dem Vernehmen nach müssen Händler Heycar einen erfolgreichen Verkauf mitteilen. Danach wird die Provision berechnet.

Das Tarifsystem soll zum 1. Oktober greifen, wie Heycar erklärte. Mit seinem provisions- und transaktionsbasierten Preismodell geht der Börsen-Neuling einen anderen Weg als Wettbewerber unter den Onlinemarktplätzen, die Autohäusern Pakettarife nach der Anzahl der monatlich inserierten Fahrzeuge berechnen. Das Unternehmen sei der Meinung, dass „das Modell fair ist und unserem partnerschaftlichen Anspruch gerecht wird“, betonte Heycar.

Händler können nach Angaben Heycars auch Einfluss auf die Höhe der Provision nehmen – die Plattform will Betrieben, die in größerem Umfang annoncieren, Mengenrabatte einräumen: „Je mehr verkaufte Fahrzeuge, desto geringer die Provision je Fahrzeug“, erklärte Heycar.

Heycar ist im Oktober vergangenen Jahres an den Start gegangen. Die Plattform ist bei der VW-Finanztochter Volkswagen Financial Services angesiedelt. Zuletzt gab es Spekulationen über eine Beteiligung Daimlers an Heycar.

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 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«