Zulassungszahlen Europa Historischer Einbruch der Neuregistrierungen

Autor: Jens Rehberg

Die Beschränkungen rund um die Covid-19-Pandemie haben die Neuzulassungszahlen in den europäischen Märkten so stark nach unten gedrückt wie noch nie im ersten Monat des Jahres. Nur ein europäischer Hersteller konnte im Januar ein leichtes Plus verzeichnen.

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(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Der Pkw-Markt in Europa ist zu Jahresbeginn wegen der umfassenden Corona-Maßnahmen der einzelnen Staaten eingebrochen. Im Januar wurden in den europäischen Märkten (EU, EFTA und GB) mit rund 843.000 Autos knapp 26 Prozent weniger Pkw neu zugelassen als im Vorjahresmonat, wie der europäische Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Demnach spielte auch eine Rolle, dass es in vielen Märkten einen Werktag weniger gab als im Januar 2020.

Fast alle 27 EU-Neuwagenmärkte fielen im letzten Monat zweistellig ab, auch drei der vier größten: In Spanien registrierten die Ämter weniger als die Hälfte der Neuanmeldungen im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres. In Italien sanken die Neuzulassungen um 14 Prozent. In Deutschland wie bereits vermeldet um 31 Prozent. Frankreich erwies sich mit einem Minus von 5,8 Prozent noch als vergleichsweise robust.

Frankreich und Schweden (Letztere mit einem Plus von 22,5 Prozent) waren den Acea-Angaben zufolge die einzigen EU-Länder, die einen prozentual zweistelligen Rückgang vermeiden konnten. Großbritannien meldete einen Neuzulassungsrückgang von rund 40 Prozent im ersten Monat des Jahres.

Volkswagen am schwersten getroffen

Die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW fuhren allesamt zweistellige Rückgänge ein, am schwersten davon traf es Volkswagen (-28%). Die Daimler-Neuzulassungen gingen europaweit im Januar um 18 Prozent zurück, bei BMW war es ein Minus von 17 Prozent. Opel aus dem französisch-italienischen Stellantis-Konzern kam auf ein Minus von 32,4 Prozent zum Vorjahresmonat.

Von den Volumen-relevanten europäischen Herstellern konnte allein Volvo das Absatzniveau halten (+3,6%).

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«